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  • Naturlexikon

Kirchsee

Kirchsee
Kirchsee
© spatz_2011 | Quelle | Lizenz

Eine gute Stunde mit dem Auto von München entfernt und mit bester Wasserqualität gesegnet, ist der Kirchsee ein schöner Zufluchtsort, nicht nur für Großstädter. Das Gewässer mit einer Fläche von etwa 42 Hektar liegt in Oberbayern, Landkreis Bad Tölz, die dazugehörige Gemeinde ist Sachsenkam. Der Laubach ist der Zufluß, als Kirchseebach verlässt er den See. Letzterer endet dann im Hackensee bzw. in dessen Abläufer, dem Hackenseebach.

Vom See aus kann man das Kloster Reutberg und die Voralpen, darunter den 1839 Meter hohen Wendelstein, erblicken.

Naturschutzgebiet und warmes Moorwasser

Das Ellbach- und Kirchseemoor, das seit 1940 Naturschutzgebiet ist, umgibt den Kirchsee. Zudem hat die Fläche von knapp 800 Hektar einen Naturschutzstatus durch die EU und ist ein Fauna-Flora-Habitat, kurz FFH. Vor allem Tagfalter, also Schmetterlinge wie der gefährdete Lungenenzian-Ameisenbläuling, fühlen sich in dieser Umgebung äußerst wohl.

Das Moorwasser, das in das Gewässer fliest, ist nicht nur relativ warm, es sorgt auch für eine hohe Wasserqualität, genauer Güteklasse 1. Dies bedeutet etwa, dass das Wasser arm an Nährstoffen und Bakterien ist und die Sauerstoffwerte gesättigt sind.

2008 machte man den Kirchsee zum EU-Badegewässer, auch um die Wasserqualität der Bevölkerung zu vermitteln. Badegewässer wie den Kirchsee kontrolliert man regelmäßig; so untersucht man insbesondere die Konzentration bestimmter Bakterien in dem Gewässer, damit ein ungetrübtes Badevergnügen für die Gäste möglich ist.

Baden nur an bestimmten Stellen erlaubt

Die tiefste Stelle im See beträgt 16 Meter. Man darf aufgrund des Naturschutzgebiet-Status nur an bestimmten Plätzen am nördlichen und südlichen Ufer baden. Mitgebrachte Tiere dürfen während der Badesaison nicht ins Wasser. Ebenso ist das Grillen sowie das Benutzen von Segelbooten und das Windsurfen zu dieser Zeit nicht erlaubt.