Sie verwenden einen veralteten Browser (Internet Explorer 6) mit Sicherheitsschwachstellen und können nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können
  • Naturlexikon

Simssee

Simssee aus der Luftperspektive
Simssee aus der Luftperspektive
© gemeinfrei | Quelle | Lizenz
Morgendliche Atmosphäre am Simssee
Simssee-Morgenstimmung
© Matthias-Foto.de | Quelle | Lizenz

Es muss nicht immer der Chiemsee sein: Der Simssee ist ein oberbayerischer See im Landkreis Rosenheim. Vom Chiemsee, als dessen „kleiner Bruder“ er gilt, ist er 15 km westlich entfernt. 

Er eignet sich nicht zuletzt wegen der guten Wasserqualität zum Baden (Badeplätze sind Pietzing, Krottenmühl, Baierbach und Ecking), Segeln oder fürs Radeln.

Er liegt inmitten der malerischen Voralpen-Kulisse, davor erheben sich sanfte grüne Hügel. Der See hat eine Fläche von knapp 6,5 km² und eine Länge von ca. 5 km. Die tiefste Stelle ist 22,5 m. Er fliest in die Sims.



Ursprung in der Würm-Eiszeit



Der Ursprung des Sees reicht bis zur ausgehenden Würm-Kaltzeit zurück, als es noch den Rosenheimer See gab. Der Simssee gilt als das letzte Überbleibsel des Rosenheimer Sees. Die Landschaft ist geowissenschaftlich als hügelige Jungmoränenlandschaft zu bezeichnen.



Schutzzone für bedrohte Lebensformen



Für Flora und Fauna ist der Simssee enorm wichtig. So entdeckt man dort zum einen Röhrichte, Nieder- und Flachmoore. Zum anderen fühlt sich am See die Tierwelt sehr wohl: Er ist z.B. Heimat für die Gelbbauchunke, die Seelaube oder den Goldenen Schneckenfalter. Bereits 1963 bekam der See die Bezeichnung Landschaftsschutzgebiet. Dreißig Jahre später erhielt das Südufer den Status Naturschutzgebiet. 



Vogel-Paradies Kiesinsel



Eine kleines ornithologisches Spektakel war es, als im Frühsommer 2012 ein Flussregenpfeifer- und Fluss-Seeschwalbenpaar eine kleine kiesige Insel im See für sich beanspruchten und dort ihre Brut begonnen.

Seitdem steht die Kiesinsel im Fokus der örtlichen Naturschutzbehörde, dem LBV (Landesbund für Vogelschutz) und weiterer freiwilliger Helfer. So entbuscht man seit einigen Jahren die Insel um den Brutplatz für die Vögel weiter nutzbar zu machen.

Die Insel ist auch eine beliebte Raststätte für Schnepfenvögel wie etwa die Bekassine, die sich insbesondere während der Zugzeit gerne dort aufhält. Badegäste (mit Hunden) und Angler sind zu besonderer Rücksicht im Bereich der Insel aufgerufen, um den Lebensraum nicht zu stören.