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  • Naturlexikon

Ahorn (Acer)

Ahorn am Feldweg
Ahorn am Feldweg
© Amanda Slater | Quelle | Lizenz
Spitzahorn
Blatt des Spitzahorns
© Andreas Rockstein (anro0002)
Quelle | Lizenz
Feldahorn, Bergahorn, Spitzahorn
oben Feldahorn, links Bergahorn,
unten und rechts Spitzahorn
© Sven Gaedtke (Jetani Nemorivagus)
Quelle | Lizenz

In Deutschland sind drei Arten des Ahorns heimisch: Der Bergahorn, der Spitzahorn und der Feldahorn. Zu unterscheiden sind die drei vor allem durch ihre Höhe und anhand ihrer Blätter.

Bergahorn (Acer pseudoplatanus)  

Am häufigsten kommt in Bayern der Bergahorn vor, der überwiegend in Wäldern der mittleren und höheren Gebirge beheimatet ist. Zusammen mit Buchen und Tannen bildet er dort zumeist Mischwälder und kann in Fichtenwäldern sogar bis zur Waldgrenze aufsteigen. Der Bergahorn ist also alles andere als bestandsbildend, sondern schließt sich eher ausbreitungsfreudigeren Baumarten an. Als junger Baum bevorzugt er Schatten, benötigt allerdings mit fortschreitendem Alter mehr Licht, was durch das Erreichen einer Höhe von 30-40 Meter auch zumeist gewährleistet ist. Unter allen Ahornarten stellt der Bergahorn den höchsten Anspruch an den Boden, welcher nährstoffreich, feucht und lehmig sein sollte. Dafür überlebt er bei einem möglichen Höchstalter von 400-500 Jahren die anderen Ahorne um das Doppelte bis Dreifache. Früher wurde er außerdem zur Zuckerherstellung verwendet, was heute noch in Nordamerika mit dem dort heimischen Zuckerahorn geschieht. Dabei werden circa 100 Liter Baumsaft benötigt, um ein Kilogramm Zucker zu erzeugen. Der ebenfalls durch Abzapfen des Baumsafts gewonnene Ahornsirup erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Genau wie die Früchte die Ahorns, die so genannten Nasenzwicker. Dass den spitzen Blättern eine kühlende Wirkung innewohnt, die vor allem gegen Insektenstiche oder Schwellungen hilft, ist nahezu in Vergessenheit geraten. Gleichzeitig dient der Bergahorn vielen Vogelarten, Pilzen und Insekten als Lebensraum und nährt durch seinen Baumsaft Blattläuse, Ameisen, Vögel und Mäuse. Wild- und Nagetiere haben es besonders auf seine Samen, Triebe und Rinde abgesehen, wobei es zu Schäden kommen kann. Weitere Gefährdungen entstehen durch den übermässigen Befall von Insekten und Pilzen, denen vor allem junge Bäume erliegen.   
Das harte, helle und elastische Holz des Bergahorn ist eines der begehrteren Hölzer für den Möbel- und Musikinstrumentenbau und wird auch gerne für Schnitz- und Bildhauerarbeiten sowie den Innenausbau hergenommen.

Spitzahorn (Acer platanoides)

Der Spitzahorn hat mit 20-30 Meter Höhe ein bis zu 25 cm breites Blatt, was ihn leicht vom ungleich höheren Bergahorn abhebt, dessen Blatt ungefähr 8-16 cm an Breite misst.

Feldahorn (Acer campestre)

Der Feldahorn ist der kleinste Vertreter der Ahorne, sowohl was den Wuchs als auch das Blatt anbelangt und wird wegen seiner strauchartigen Form häufig als Hecke angelegt. Selten wird er höher als 15 Meter bei einem 5-8 cm breitem Blatt.