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  • Naturlexikon

Elsbeere (Sorbus torminalis)

Elsbeere
Elsbeere
© Florent Beck (european flo) | Quelle | Lizenz
Blätter und Früchte
Blätter und Früchte
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Die Elsbeere, auch Ruhrbirne (wegen der heilenden Wirkung bei Durchfall) oder Schweizer Birnbaum genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Gattung der Mehlbeeren (Sorbus), zu der ebenfalls die Eberesche und der Speierling gehören.

Der sommergrüne, tiefwurzelnde, zwittrige, von Mai bis Juni blühende Laubbaum wird 20-25 Meter, seltener auch bis zu 35 Meter hoch und selten älter als 200 Jahre alt. Die dunkelbraune, rissige, im Alter dann aschgraue Rinde sieht derjenigen der Eiche recht ähnlich. Die langgestielten, spitzlappigen, 6-10 cm langen und 4-8 cm breiten Blätter nehmen im Herbst eine goldgelbe bis rötlich schimmernde Färbung an. Ab Oktober können auch die rundlichen, braunen, hell punktierten, etwa 1,5 cm dicken und tanninhaltigen Früchte im Wettlauf gegen naschhafte Vögel von Hand geerntet werden. Aus ihnen wird in Österreich einer der teuersten Schnäpse gebrannt. Auch das harte, elastische, rötlich nachdunkelnde Holz der Elsbeere ist äußerst begehrt und dementsprechend teuer. Es wird vor allem für Furniere, Möbel und Musikinstrumente hergenommen.

Umfangreichere Bestände haben sich in den Waldgegenden des wärmeren Mainfrankens gehalten. An einzeln stehenden Feld-Elsbeeren sind nur rund ein Dutzend in Deutschland bekannt, darunter diejenige bei Weißenkirchen in Oberbayern.