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  • Naturlexikon

Esche (Fraxinus excelsior)

Esche auf Wiese
Esche auf der Wiese
© Joan Simon | Quelle | Lizenz
Zweige der Esche
Zweige der Esche
© Jon Sullivan (Mollivan Jon) | Quelle | Lizenz

Die Gemeine Esche gehört zu den Ölbaumgewächsen (Oleaceae) und ist einer der ältesten Kulturbäume in unseren Breitengraden. Sie spielte bereits in der Antike wegen der ihr nachgesagten Heilkraft eine große Rolle. In der Mythologie der Nordgermanen wurde die Esche gar als Weltenbaum Yggdrasil verehrt. Als tiefwurzelnde Lichtbaumart erreicht sie nicht selten Höhen von bis 40 Metern und wird zwischen 200 und 300 Jahre alt.

Die Esche verträgt in jungen Jahren gut Schatten und hat zunächst eine glatte und gelblich-graue Rinde, die später dann längsrissig und grau wird. Sie gedeiht fast überall in der Ebene, den Auen und den Mittelgebirgen (in den Alpen auf bis zu 1300 Metern), meidet allerdings stehende Gewässer und mag keine Grundwasserschwankungen. Häufig entstehen auch Schäden durch Wild, Nagetiere, Milben, Motten, Bastkäfer und verschiedene Pilzarten. Dabei bietet sie vor allem in den Hartholzauwäldern sehr vielen Falter-, Libellen- und Käferarten, Reptilien und Amphibien, Vögeln und Säugetieren einen hervorragenden Lebensraum.  

Ihre kleinen Blätter (ca. 3-4 cm lang) trägt sie meist in dichten Büscheln und wirft diese -wie die Schwarzerle- im Herbst in noch grünem Zustand ab, was enorm zur Bodenverbesserung beiträgt, auf dem sich dann zahlreiche Insekten und Pilze ansiedeln.

Das helle, schwere und flexible Holz wird zur Möbelherstellung, als Parkett und Fußbodendielen, für Sportgeräte und Werkzeuge und als Brennholz verwendet.
Aus der Eschenrinde werden des Weiteren Extrakte gewonnen, die entzündungshemmend, fiebersenkend und schmerzlindernd wirken und vorrangig in Rheumamitteln zum Einsatz kommen.