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  • Naturlexikon

Fichte (Picea abies)

Fichtenwald
Fichtenwald
© Nikos Patsiouris | Quelle | Lizenz
Fichtenzweig
Fichtenzweig
© Forest and Kim Starr (Starr Environmental) Quelle | Lizenz

Die Fichte gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und ist die häufigste Nadelbaumart in Bayern. Hier beheimatet ist ausschließlich die Gemeine Fichte, die auch Rottanne genannt wird und an ihrer rotbraun geschuppten Rinde und kegelförmigen Krone gut erkennbar ist. Sie kann Höhen von bis zu 60 Metern und ein Alter von 600 Jahren erreichen. Am besten wächst sie auf gut durchlüfteten und mit ausreichend Wasser versorgten Böden bis in die Mittelgebirgslagen.

Die Fichte reagiert sehr empfindlich auf Trockenheit, Spätfrost und Luftschadstoffe. Zudem setzen ihr Wildverbiss an der Rinde, Insekten im Holz (vor allem der Borkenkäfer) und Pilze an den spitzen bis 2 cm langen Nadeln und den Wurzeln (Fichtennadelröte, Fichtennadelritzenschorf, Fichtennadelrost, Nadelbräune und der Wurzelschwamm) stark zu.
Darüber hinaus bietet die Fichte aber auch einigen Vogel- und Pflanzenarten einen wichtigen Lebensraum.

Das im Gegensatz zur Kiefer relativ harzfreie, gelbliche Weichholz findet vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Haus- und Möbelbau und der Papierindustrie. Auch wird es häufig für Musikinstrumente, Spielwaren und im Schnitzhandwerk verwendet. Die Rinde wird als Gerbstoff genutzt und als Extrakt auch in der Naturheilkunde und Kosmetik.   
In Bayern werden derzeit viele Fichtenwälder und Fichtenmischwälder mit Mischbaumarten durchsetzt, um die Schadensanfälligkeit zu reduzieren.