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  • Naturlexikon

Brombeere (Rubus sectio Rubus)

Brombeer-Strauch
Brombeer-Strauch
© stefano Merli | Quelle | Lizenz
Brombeer-Blüten
Brombeer-Blüten
© Olds Wolfram | Quelle | Lizenz

Die Brombeere ist ein schwarz-violetter, leckerer und vitaminreicher Schatz der Natur. Sie gehört zur Rosengewächs-Familie. Die Pflanzengattung ist Rubus, die man auf der ganzen Welt findet. Europaweit kennt man mehr als 2.000 Arten. Mit "brämberi" bezeichnete man im Althochdeutschen eine Dorngebüschbeere bzw. eine Beere des Dornstrauchs.  

Oft ist die Brombeere eine Kletterpflanze, auch Spreizklimmer genannt. Sie kann bis zu 3 Meter hoch werden. Die Blüten sind rosa und gelegentlich weiß. Nach zwei Jahren wachsen die Beeren an den Seitentrieben mit den entsprechenden Blütenständen am Ende. An den Sträuchern befinden sich Laubblätter, die man auch als Tee zubereiten kann. Er soll etwa bei akuten Durchfallerscheinungen helfen.

Die Brombeere ist eigentlich eine Sammelsteinfrucht; verschiedene kleine, einkernige Steinfrüchte bilden ein Ganzes. Brombeeren sind anfangs weiß, danach rot und zum Schluss der Reife purpurrot bis schwarz-violett. Die Sträucher blühen von März bis Juli.

Man findet sie in Gärten und Parkanlagen, aber etwa auch im Gebirge, an Wegen, Waldrändern und Lichtungen. Der Boden darf für die Brombeere gerne reich an Kalk und Stickstoff sein. Ist der Boden zu dicht oder staut sich zuviel Nässe, behindert dies das Wachstum. Wilde Brombeeren pflanzen sich über die Wurzeln bzw. Absenker selbst fort. Absenker sind Sprossen, die Wurzeln bilden, wenn sie auf die Erde treffen.

Einheimisches Superfood

Man kann die Brombeere als einheimisches Superfood bezeichnen, denn sie ist sehr gesund: So bietet sie viel Vitamin C, Magnesium, Eisen und Kalium. Damit stärkt man u.a. seine Knochen und Nervenfunktionen. Je schneller man die Brombeeren nach dem Pflücken isst, desto mehr hat man vom Vitamin-Gehalt. 

Der Geschmack bewegt sich zwischen säuerlich und süß. Hier treffen die Fruchtsäuren auf den Traubenzucker. Beliebt ist die Brombeere auch im Joghurt, als Fruchtaufstrich zum Frühstück oder zum Dessert als Verfeinerung. Auch Brombeerwein oder -likör kann aus der Frucht gewonnen werden. 

Unterschied zur schwarzen Himbeere

Brombeeren kann man durchaus mit Himbeeren verwechseln. Man darf nicht vergessen, dass Brombeeren im unreifen Zustand rot sein können und sie damit den reifen Himbeeren ähneln.

Unterscheiden kann man die Brombeere von der schwarzen Himbeere vor allem an einem Merkmal: Schwarze Himbeeren sind im Inneren hohl, denn die Rispe bleibt an der Pflanze, wenn man sie pflückt.