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  • Naturlexikon

Hundsrose (Rosa canina)

Hundsrose
Hundsrose
© Till Westermayer (tillwe) | Quelle | Lizenz
Hundsrose
Hundsrose
© Maja Dumat (blumenbiene) | Quelle | Lizenz

Man kennt die Hagebutte mit ihren vielfältigen Verwendungsformen, doch nicht jeder weiß, an welchen Pflanzen sie eigentlich wächst. So sind es sämtliche Rosenarten, die besagte Sammelnussfrüchte hervorbringen. Hier soll es um die Hundsrose gehen; Hagebuttenstrauch ist eines von mehreren Synonymen für die Pflanze.

Bei der Hundsrose, Rosa canina, handelt sich um einen stachligen Strauch aus der Familie der Rosengewächse, Rosaceae, der schnell wächst und bis zu 3 Meter hoch und bis zu 2 Meter breit werden kann. Man findet ihn oft in Gärten, ebenso auch an Weg-, Wald- oder Feldrändern.

Robuste Eigenschaften

Der Strauch ist relativ robust und widersteht Hitze und Frost sehr gut. Der Boden sollte allerdings reich an Nährstoffen sein. Für kräftigere Triebe kann man den Strauch zurückschneiden; hier eignet sich das Frühjahr als Zeitpunkt.

Die Hundsrose mit seinen dünnen Laubblättern ist dicht verzweigt und bietet Vögeln - und auch der Haselmaus - sehr guten Raum, um dort Schutz zu suchen oder ein Nest zu bauen.

Blüten und Früchte

Die Blütezeit ist im Juni. Die prächtigen Blüten sind im inneren Ring weiß gefärbt. Diese Färbung geht nach außen hin in ein helles Rosa über. Ein Geruch ist kaum vorhanden. Dennoch steuern viele Insekten die Hundsrose an: Dazu gehören Schmetterlinge, Wildbienen und Blattwespen sowie Käfer und Wanzen.

Zwischen September und Oktober kommen die Früchte hervor. Sie sind tiefrot, hart und oval geformt. An der Spitze befindet sich der getrocknete Blütenstand. Im Inneren sind die einzelnen Früchte: Dies sind kleine, mit Haaren versehene Nüsse. Sie wirken wie ein Juckpulver, deswegen sollte man auch achtsam sein, wenn man Hagebutten entkernt. 

Reich an Vitaminen

Hagebutten haben einen sehr hohen Vitamin-C- und Vitamin-A-Gehalt, aber nur wenn sie roh sind. Sie schmecken sowohl fruchtig als auch herb und sauer. Weiterverarbeiten kann man sie etwa zu Tee oder Konfitüre. Ebenso lassen sich aus dem Mark Saft und Likör gewinnen. 

Auch Dessert-Verfeinerungen sind mit der Hagebutte möglich. In Bayern sowie in Österreich macht man gerne Soßen und Suppen aus der Hagebutte.

Hagebutten schreibt man eine gewisse Wirkung als Abführmittel zu. Giftstoffe können den Körper auf diese Weise leichter verlassen. Das betrifft auch Nieren- und Blasenerkrankungen, da die Wirkung der Frucht harntreibend ist.