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  • Naturlexikon

Johannisbeere (Ribes)

Johannisbeer-Früchte
Johannisbeer-Früchte
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Johannisbeer-Blüten
Johannisbeer-Blüten
© Dan Mullen (milesizz) | Quelle | Lizenz

Für viele sind Johannisbeeren Kindheitserinnerungen an den Garten und die Natur. Man kennt vor allem die rote (Ribes rubrum) und die schwarze (Ribes nigrum). 

Die Johannisbeere nennt man in Bayern auch Ribisel. Sie ist klein, hat etwa die Größe einer Erbse und ist lecker mit einem süß-säuerlichen Geschmack.

Familie der Stachelbeergewächse



Sie gehört zur Familie der Stachelbeergewächse, darunter ist sie die alleinige Pflanzengattung. Zu den Arten gehören die Stachelbeere und eben die Johannisbeere. Die weiße Johannisbeere stellt keine eigene Art dar, denn sie ist eine Zuchtform der roten Johannisbeere.

Der Strauch wächst bis zu 150 cm in die Höhe, die Rispe kann bis zu 20 cm lang werden. Man findet Johannisbeersträucher in vielen Gärten vor; ebenso aber am Waldrand und an Hängen. Ernährungsbewußte schätzen die Frucht wegen des hohen Vitamin-C-Gehalts. Dieser erhöht sich mit der Helligkeit am jeweiligen Standort der Pflanze.

Nährstoffreicher Boden wird dabei von der Johannisbeere bevorzugt. Das Stachelbeergewächs ist selbstbefruchtend, man kann aber den Ertrag erhöhen, wenn man es fremdbefruchtet und andere Sorten daneben pflanzt. Die Blüte findet etwa zwischen Mai und Juni statt. Die Farbe der Blüten ist gelbgrünlich. 

Benannt nach Johannes dem Täufer


Der Name Johannisbeere bezieht sich auf den Johannistag, den 24. Juni. Man feiert den Geburtstag von Johannes dem Täufer. Etwa ab diesem Datum beginnt bei den frühen Sorten die Reife. Will man die Johannisbeere ernten, sollte man sich zuvor Gedanken darüber machen, wozu man sie verwenden will. 

Sind die Früchte noch nicht ganz reif, sind sie zwar weniger süß, können aber bereits zum Einkochen verwendet werden. So entstehen leckere Marmelade und Gelee. Die Johannisbeeren enthalten mehr Pektin, wenn sie früher geerntet werden. Dies wirkt als natürliches Geliermittel und trägt dazu bei, dass die Konfitüre fest wird. 

Die Johannisbeere kann man darüber hinaus vielfältig verwenden, beispielsweise als Saft, Likör, Essig oder als kontrastierende Beilage zum Backkäse.

Blattfallkrankheit

Eine Gefahr für die rote und weiße Johannisbeere ist die Blattfallkrankheit. Es handelt sich um eine Pilzinfektion. War das Frühjahr bzw. der Sommer lang und feucht, bekommen die Blätter bräunliche Punkte; sie rollen sich und fallen dann ab. 

Weil die Erreger auch im Winter auf den Blättern bleiben, infiziert sich der Strauch oft über das abgefallene Laub. Man kann hier entgegenwirken, wenn man besagtes schon im Herbst beseitigt.