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  • Naturlexikon

Paprika (Capsicum)

Paprika
Paprikapflanze
© robert.linden | Quelle | Lizenz

Die Paprika, auch Spanischer Pfeffer genannt, gehört mitsamt all ihren unterschiedlichen Arten wie Peperoni, Chili und Gemüsepaprika zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Ursprünglich stammt sie aus Südamerika.
Fast alle in Europa gezogenen Paprika gehören der Gattung Capsicum annum an, die trotz ihres Namens mehrjährig ist. Die oberirdisch keimenden Samen entwickeln zwei Keimblätter, aus der ein Haupttrieb mit wechselständigen, paarweise versetzten, länglich ovalen, bis zu 15 cm breiten und 30 cm langen, gestielten Blättern entspringt. Nach etwa drei Monaten beginnt der Trieb sich zu verzweigen, zumeist weiße Blüten zu bilden und buschig zu werden. Der Paprikastrauch kann Wuchshöhen von 150 cm erreichen bei einer Wurzeltiefe von über 50 cm. Die Früchte erreichen 4-5 Wochen nach der Befruchtung ihre maximale Größe und sind je nach Sorte nach weiteren 2-12 Wochen reif. Dabei weisen sie eine enorme Farbpalette auf, die violett, rot, orange, grün, gelb, braun, weiß und schwarz beinhalten kann. Manche Arten, wie auch die überwiegend in Europa angebaute Capsicum annum, durchlaufen auch mehrere Farbstadien: grün, gelb und schließlich rot.  
Enthalten sind in Paprikas neben viel Vitamin C (Albert Szent-Györgyi erhielt 1937 für die Isolierung von Vitamin C aus der Paprika 1937 den Nobelpreis für Medizin) und bis zu 6% Zucker vor allem Capsaicin, das für die Schärfe verantwortlich ist und dessen Wert in Scoville gemessen wird.
Neben der kulinarischen Nutzung von Paprika gibt es noch etliche medizinische Verwendungsmöglichkeiten, u.a. in ABC-Pflastern gegen Rheumatismus.