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  • Naturlexikon

Buchweizen (Fagopyrum)

Blühender Buchweizen
Blühender Buchweizen
© Gaël Monnerat | Quelle | Lizenz

Der Buchweizen gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und gilt als ein so genanntes Pseudogetreide, das heißt, er gehört nicht zur Familie der Süßgräser wie die anderen Getreidearten, wird aber ähnlich wie sie genutzt. Die nächsten Verwandten des Buchweizens sind Sauerampfer (Rumex acetosa) und Rhabarber (Rheum rhabarbarum).
Während der Buchweizen wahrscheinlich bereits vor Jahrtausenden in Asien kultiviert wurde, hielt er in Europa erst ab dem Mittelalter Einzug. So wurde er etwa 1396 in Schriftstücken aus Nürnberg erwähnt, jedoch erst ab dem 16. Jahrhundert in ganz Europa dort angebaut, wo andere Getreidearten nicht gedeihen konnten, etwa auf Moor- oder Sandböden. Mit dem Siegeszug der Kartoffel ab dem 18. Jahrhundert ging die Bedeutung des Buchweizens stark zurück. Heute führt er ein Nischendasein und findet vor allem von Allergikern (Zöliakie) als glutenfreie Alternative gegenüber den herkömmlichen Getreidesorten in Form von Nudeln, Mehl für Pfannkuchen oder Grütze Verwendung. Des Weiteren handelt es sich beim Buchweizen um eine wichtige Bienentracht- und Arzneipflanze. 
In Bayern wird in Oberfranken und einigen Alpentälern ausschließlich der Echte Buchweizen (Fagopyrum esculentum) angesät, und zwar zwischen Mitte Mai und Mitte Juni, da er keine kalten Bodentemperaturen verträgt.   
Er erreicht eine Höhe von 120 cm, verfügt über einen wenig verzweigten, aufrechten Stängel mit 8 cm langen und breiten, wechselseitig angeordneten, zugespitzten Laubblättern, deren Stiele nur im unteren Teil der Pflanze zu sehen sind. Weiter oben liegen die Blätter dagegen direkt am Stängel an. Zwischen Blattstiel und Stängel weisen die Knöterichgewächse eine tütenförmige Hülle (Ochrea) auf. Aus den Blattachseln wachsen die zwittrigen, nur 3 mm langen, weißen oder rötlichen Blüten in Trauben- bis Rispenform hervor. Jede fremdbestäubte Blüte entwickelt ein etwa 4-6 mm langes, 3 mm dickes, dreikantiges Nüsschen in einer festen Schale, die vor dem Verzehr entfernt werden muss. Ein rot werdender Stängel signalisiert die Fruchtzeit, die auf Ende August bis Anfang September fällt.