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  • Naturlexikon

Einkorn (Triticum monococcum)

Einkorn
Einkorn
© Mark Nesbitt | Quelle | Lizenz

Einkorn ist eine vom wilden Weizen abstammende Weizenart und kam wahrscheinlich vor 6500 Jahren aus dem Zweistromland zu uns.
In Bezug auf den Boden ist Einkorn recht anspruchslos und gilt außerdem als sehr resistent gegenüber den meisten Schädlingen. Auch kann es sich besser gegen Ackerunkräuter durchsetzen als die modernen Weizensorten. Allerdings wirft die Ernte nur einen Bruchteil derer von modernen Weizensorten ab.
Einkorn hat einen feinen Halm und eine schmale Ähre mit mittellangen Grannen. Das gelbe Korn selbst ist in den Spelzen eingewachsen, die nach der Ernte entfernt werden müssen. Die gelbliche Kornfarbe ist auf den hohen Beta-Carotin-Gehalt zurückzuführen. Zusätzlich enthält Einkorn eine Menge Mineralstoffe und Aminosäuren, ungleich mehr als gewöhnlicher Weizen.
Handelte es sich beim Einkorn bis vor 120 Jahren über Jahrtausende hinweg um eine der wichtigsten hiesigen Getreidearten, starb es im 20. Jahrhundert aufgrund des ertragsorientierten Getreideanbaus beinahe aus. Erst in den letzten 20 Jahren wurde Einkorn aus den letzten verbliebenen Samen wieder ökologisch angebaut. Heute sind Einkorn-Produkte wie Nudeln, Brot und Bier wieder in Reformhäusern und im Naturkostfachhandel erhältlich.