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  • Naturlexikon

Mais (Zea mays)

Mais
Mais
© Carl E Lewis | Quelle | Lizenz

Der Mais stammt ursprünglich aus Mexiko, wo er bereits seit über 8500 Jahren angepflanzt worden ist. Er wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von Christoph Columbus nach Europa gebracht und zunächst vor allem in den Mittelmeerländern geschätzt. Bis in die 1970er Jahre sollte es dauern, bis speziell für kältere Klimate gezüchteter Mais auch in Deutschland großflächig angebaut wurde. Mittlerweile hat er hier etwa ein Fünftel der gesamten Ackerfläche erobert.
Da es sich beim Kulturmais um ein einjähriges Sommergetreide handelt, erfolgt die Aussaat hierzulande von Mitte April bis Anfang Mai, die Blütezeit reicht von Juli bis September, woraufhin dann je nach Trockengehalt des Mais ab Ende September und teilweise bis in den November hinein die Ernte eingefahren werden kann.
Mais kann Wuchshöhen zwischen 1-3 Meter erreichen und verfügt über runde, markhaltige und zumeist nicht verzweigte Stängel, die mit glatten, bis zu 1 Meter langen und 4-10 cm breiten Blättern versehen sind, wobei die Blatthäutchen jeweils 3-5 mm lang und bewimpert sind. Sowohl männliche (Rispen) als auch weibliche (Kolben) Blüten befinden sich an einer Pflanze und werden vom Wind bestäubt.
Kulturmais ist von allerhand tierischen Schädlingen und Pilzerkrankungen bedroht, was zu Ernteausfällen führen kann.
Zwischen folgenden Maisarten wird aufgrund seiner Eigenschaften unterschieden: Hartmais, Zahnmais, Puffmais, Zuckermais, Stärkemais, Wachsmais und Spelzmais. Dazu muss jedoch  angemerkt werden, dass nur die beiden erstgenannten in Mitteleuropa zum Einsatz kommen. Des Weiteren differenziert man zwischen Silomais, Körnermais und Energiemais, was auf die unterschiedlichen Einsatzgebiete hinweist. Der Silomais dient in erster Linie als Viehfutter. Körnermais wird dagegen überwiegend für menschliche Nahrungsmittel verwendet, u. a. wird daraus Glukosesirup, Maiskeimöl, Cornflakes, Popcorn, Polenta oder Tortillas hergestellt. Energiemais wird, wie der Name schon sagt, zur Biogas- und Bioethanolherstellung genutzt. Außerdem dient Maisstärke als Basis für Biokunststoffe und wird zu essbarem Geschirr und umweltfreundlichem Füllmaterial weiter verarbeitet.      
Nach Weizen ist Mais das meistgehandelte Getreide der Welt. Etwa 60% der weltweit produzierten Menge wird jedoch als Viehfutter verwendet, obwohl für etwa 900 Millionen Menschen Mais das Hauptnahrungsmittel darstellt.