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  • Naturlexikon

Wiesen-Goldhafer (Trisetum flavescens)

Goldhafer
Goldhafer
© Wildlife in a Dorset garden. (Jamie McMillan)
Quelle | Lizenz

Der Wiesen-Goldhafer, meist nur kurz Goldhafer genannt, gehört als ausdauernde Zwischenform von Unter-und Obergras zur Familie der Süßgräser.
Die gelbgrünen, aufrechten, etwas knickigen Halme verfügen über 2-5 spärlich behaarte Knoten und wachsen 30-70 cm hoch in lockeren Horsten.
Die Blattscheiden erscheinen je nach Sorte behaart oder kahl mit 10 cm langen und 3-10 mm breiten Spreiten. Das gezähnte Blatthäutchen ist nur 1-2 mm lang.
Zur Blütezeit im Mai und Juni breiten sich die Ästchen der goldgelben, bis zu 20 cm langen Rispen aus und an den 5-8 mm langen Ährchen erscheinen meist 3 Blüten. Durch die gespaltene Deckspelze fallen mit der 4-7 mm langen Granne 3 Bosten (trisetum=dreiborstig) ab.
Der bevorzugte Standort des Goldhafers sind die Gebirgs-Fettwiesen, wie sie vor allem in den Alpen und in den deutschen Mittelgebirgen vorkommen. Der Boden sollte nährstoffreich, kalkhaltig, feucht und tiefgründig sein.
Beim Goldhafer handelt es sich um ein wertvolles Futtergras, das allerdings bei übermäßigem Verzehr beim Weidevieh Kalzinose (krankhafte Ablagerung von Calciumsalzen in der Haut und in Körperorganen) hervorrufen kann.  
Neben dem gewöhnlichen Goldhafer begegnet man einer Unterart des Goldhafers, nämlich dem Purpurnen Wiesen-Goldhafer, in den bayerischen Alpen in den höheren Regionen häufiger. Er wächst da vor allem auf steinigen Grashängen und hat neben der Farbabweichung etwas breitere Blätter.