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  • Naturlexikon

Kammgras (Cynosurus cristatus)

Wiesen-Kammgras
Kammgras
© Oskar Gran | Quelle | Lizenz

Das Wiesen-Kammgras gehört zur Familie der Süßgräser und ist eine mehrjährige Pflanze, die entweder dichte Horste oder über Ausläufer dichten Rasen bildet. Dabei werden die dünnen, aufrechten und bis zu dreiknotigen Halme 20-60 cm hoch.
Innerhalb der glatten, aber gerieften und am unteren Ende zerfasernden Blattscheiden wachsen die Erneuerungstriebe. Das kragenförmige Blatthäutchen ist etwa 1 mm lang. Die Blattspreiten sind mit durchschnittlich 10 cm Länge recht kurz und erscheinen auch öfters zusammenrollt.
An kurzen Ästen erscheinen von Juni bis August 5-12 cm lange und 5-10 mm breite, kammartige Rispenblüten, wobei immer mehrere Ährchen in Gruppen zusammen stehen. Ein einzelnes Ährchen besitzt für gewöhnlich 2-4 Blüten, die ohne Granne 4-6 mm lang sind, und während der Reifezeit ausfallen. Auf ein blütenbesetztes Ährchen kommt jeweils ein steriles mit bis zu 10 schmalen, spitzen Spelzen.
Die eiförmigen Samen werden etwa 2 mm lang und sind kahl.
Das Kammgras wächst auf Fettwiesen, Weiden, an Feldwegen und in lichten Wäldern. Der Boden sollte über ausreichende Feuchtigkeit verfügen und nährstoffreich sein. Die Lichtpflanze gilt als Lehm- und Frischezeiger.
Es eignet sich als Futtergras und Parkrasen. Allerdings werden als Futtergras nur die jungen Halme vom Vieh gerne gefressen, da ältere zu zäh sind. Zudem ist es relativ ertragsarm und wird häufig gedüngt. Trotzdem gilt das Kammgras in Berglagen als wertvolles Futtergras.  
Im Schwarzwald findet man das Kammgras auf Höhen bis zu 1300 m, in den Alpen sogar bis zu 1700 m.