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  • Naturlexikon

Edelkastanie (Castanea sativa)

Edelkastanie
Edelkastanie
© Maja Dumat (blumenbiene) | Quelle | Lizenz

Die Edelkastanie oder Esskastanie wurde von den Römern über ganz Mitteleuropa verteilt, dienten ihnen die Maronen mit ihrem hohen Stärkeanteil doch als eine Art Volksnahrungsmittel. Die lange Aufbewahrungszeit von zwei bis drei Jahren machen die Nüsse zu einem sicheren Lebensmittel, das in unterschiedlichsten Formen zubereitet als schmackhafte Beilage dient und zerstossen sogar dem Mehl beim Brotbacken zugemischt werden kann.
Die Edelkastanien gehören zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae) und haben botanisch mit den namensverwandten Rosskastanien nichts gemein, außer einer entfernten Ähnlichkeit der Früchte mit ihrer stachligen Hülle.
Von der Beschaffenheit des gut spalt- und verarbeitbaren Holzes ist die Edelkastanie eher der Eiche vergleichbar.
Sie kann bis zu 35 m hoch wachsen, ein Alter von 700 Jahren erreichen und hat häufig einen gezwierbelten Stamm. Ihr Lieblingsboden ist sandig-lehmig. Außerdem bevorzugt sie sonnenreiche und regenarme Standorte.
Die gezähnten, auf der Unterseite mit Flaum bedeckten, 10 bis 25 cm langen lanzettenförmigen Blätter werden im Herbst mit gelber Färbung abgeworfen.
Ihre Blütezeit fällt in den Mai bis Juli, wobei die männlichen Blüten längliche Kätzchen bilden, an deren Basis sich die weiblichen, griffelartigen Blüten befinden. Zur Befruchtung sind Insekten vonnöten.    
In den vierklapprigen Fruchtbechern entwickeln sich im September und Oktober jeweils zwei bis drei braune, glänzende Nüsse, eben die Esskastanien.