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  • Naturlexikon

Pimpernuss (Staphylea pinnata)

Pimpernüsse
Pimpernüsse
© scott.zona | Quelle | Lizenz

Die Gemeine Pimpernuss oder Klappernuss ist ein 1 bis 5 m hoher sommergrüner Strauch und wächst vorwiegend an sonnen-
beschienenen Hängen und Waldrändern, ist aber auch hin und
wieder in Laubwäldern zu finden.
Sie bevorzugt einen nährstoff- und humusreichen Boden.
Die weitverzweigte Wurzel der Pimpernuss ist des öfteren von Käferlarven befallen. Besonders jüngere Pflanzen können dadurch verkümmern.
Während die mehrjährigen Äste eine graubraune, helle Maserung aufweisen sind die einjährigen Triebe und die Knospen von grüner Farbe. Die ebenfalls grünen, elliptisch bis lanzettenartige, mit Sägeschnitt am Rand versehenen Blätter treten unpaarig zu je fünf oder sieben Fiederblättern auf. Im Mai und Juni erscheinen bis zu 20 cm lange, weiße, duftende Blütenrispen, die auf der Außenseite grün oder braunrosa gezeichnet sein können und vornehmlich von Hummeln und Bienen bestäubt werden.
In 3-4 cm großen Blasenfrüchten sind für gewöhnlich ein bis drei erbsengroße, glänzend braune, ölhaltige Nüsse enthalten, die bei Reife zu Boden fallen. Da sie zuvor in ihrer Umhüllung klappern, dürfte hier wohl der Grund für die Namensgebung zu finden sein.
Aus den Nüssen, die nahezu wie Haselnüsse aussehen und wie Pistazien schmecken, wird im Bayerischen Wald ein Likör hergestellt. Außerdem können die Blütenrispen kandiert und dann als Süßigkeit genossen werden.
Früher wurden aus den getrockneten Samen Schmuck und Rosenkränze gefertigt.
Das gelblich-weisse, sehr harte Holz eignet sich gut für Drechselarbeiten und kann beim Bau von Musikinstrumenten für Pfeifenröhren hervorragend eingesetzt werden, spielt aber aufgrund der Seltenheit der Pimpernuss in unseren Breiten eine eher untergeordnete Rolle.
Während der letzten Eiszeit verschwand die Pimpernuss vollständig aus Bayern, siedelt sich aber langsam hier wieder an. Nachgeholfen wird dem Frostkeimer mit in Tiefkühlanlagen gezüchteten Exemplaren.
Die Pimpernuss steht unter Naturschutz.