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  • Naturlexikon

Echte Walnuss (Juglans regia)

Walnuss
Walnüsse am Baum
© Malcolm Manners (mmmavocado)
Quelle | Lizenz

Die Echte Walnuss gehört zur Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae) und wird archäologischen Funden zufolge seit mehr als 9000 Jahren vom Menschen als Nahrungslieferant genutzt.
Ein Walnussbaum wird alleinstehend 15 bis 25 m hoch und entwickelt eine breite Krone. Im Waldverbund erreicht er sogar Höhen von bis zu 30 m, trägt dann allerdings so gut wie keine Früchte. Seine Maximalhöhe erreicht er mit 60 bis 80 Jahren bei einem Höchstalter von 150 bis 160 Jahren.
Walnussbäume bevorzugen aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit milde Lagen und benötigen nährstoff- und wasserreiche Lehm- und Tonböden. Die Herz- oder Pfahlwurzel ist tief verwurzelt, so dass sich ein kräftiger Stamm mit einer zunächst glatten, silbergrauen Borke, die später dann schwarzbraun und zerklüftet erscheint, bilden kann.
Der Walnussbaum ergrünt im Frühjahr als letzter Baum und wirft die 30 cm langen, unpaarig gefiederten Blätter mit den fünf bis neun eiförmigen Fiederblättern, die eine Länge von 6-15 cm und eine Breite von 2-6 cm aufweisen, als erster im Herbst wieder ab. Auch die männlichen Blüten in hängender Kätzchenform treiben relativ spät zwischen April und Juni aus. Die unscheinbareren weiblichen Blüten erscheinen etwa noch mal vier Wochen später. Beide wachsen am selben Baum und werden vom Wind bestäubt.
Als Schädlinge des Walnussbaums sind bislang nur die Walnussfruchtfliege und der Blattfleckenpilz bekannt. Diese können Ernten vollständig vernichten.
Ab einem Alter von 10 bis 20 Jahren trägt der Walnussbaum Früchte, wobei der größte Ertrag ab dem 40. Lebensjahr erreicht wird. Eine braune und rissige Schale, die sich im September oder Oktober bildet, zeigt die Reife der Frucht an. Zum Teil wird aber auch bereits die grüne Frucht im Juni geerntet, um daraus Likör oder kandierte, haltbare, schwarze Nüsse zu gewinnen (nicht mit dem Schwarznussbaum zu verwechseln!). Die Früchte selbst enthalten einige wichtige Fettsäuren, Kohlenhydrate, Eiweiß, Vitamin-E-Komplexe, Zink und Kalium, neben einer Menge anderer Spurenelemente und Vitamine.
Das begehrte Edelholz mit dem grauweißen oder hellrötlichen Splint und dem dunkelfarbigen Kern wird bevorzugt zur Herstellung von Möbeln, zum Innenausbau und für Gewehrschäfte verwendet.
Für Heilanwendungen wie Umschläge gegen Hautkrankheiten, zur Schweißhemmung, bei Entzündungen und als Badezusätze werden die getrockneten Blätter genutzt.  
Mit den Fruchtschalen lässt sich ein Tonikum zur Braunfärbung von Haut und Haaren gewinnen. Es sollte allerdings wegen etwaiger Zellschädigung nicht zu oft angewendet werden.
Außerdem werden die gemahlenen Walnussschalen Granulaten beigesetzt, die als Strahlmittel bei Oberflächenbehandlungen fungieren und befinden sich zusätzlich auch in vielen Handwaschpasten.
Walnussbäume wirken wie auch die Schwarznuss auf viele Pflanzenarten giftig, wohl um ihren Standortanspruch zu festigen.