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  • Naturlexikon

Weintraube

Tafeltraube
Tafeltraube
© Marco Verch (wuestenigel) | Quelle | Lizenz
Müller-Thurgau
Müller-Thurgau
© Rosenzweig | Quelle | Lizenz

Wir genießen die Weintraube in unterschiedlicher Form: Zum einen ist die Tafeltraube der Weinrebe (vitis viniferia) zu nennen, die wir etwa im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt finden und gerne zu Müsli oder Käse essen; man kann sie aber auch zu Marmelade oder Saft verarbeiten. Getrocknet naschen wir sie als Rosinen. 

Zum anderen ist es die Keltertraube von der Edlen Weinrebe, einer Unterart der Weinrebe (Vitis vinifera ssp. vinifera). Ihr vergorener Saft beschert uns den Wein. Die Geschichte und die Kultur des Weins prägt die Menschheit bereits seit vielen Jahrtausenden. Hierzulande waren es wohl die Römer, die den Wein vor über 2.000 bei uns etablierten.

Was die beiden Traubenarten voneinander unterscheidet: Tafeltrauben sind eher groß und saftig, Keltertrauben sind kleiner, oft säurehaltiger, haben mehr Kerne und eine dickere Haut.

Tafeltrauben

Tafeltrauben hierzulande erwerbsmäßig anzubauen erlaubt die EU seit dem Jahr 2000. Dabei gelten strenge Regeln, etwa dass man die Sorten und die Fläche melden muss, nur zugelassene Pflanzenschutzmittel verwendet und weder Wein noch Federweißer aus den Tafeltrauben herstellt (Traubensaft und Traubenbrand sind aber erlaubt).  

Die Bayerische Landesanstalt für Wein und Gartenbau erwähnt hinsichtlich eines biologischen Tafeltraubenanbaus Sorten wie Muscat Bleu, Fanny oder Palatina. Diese finden sich unter anderem in Bayern wieder, teils mit Bio-Siegel, was möglichst kurze Transportwege und frische Produkte bedeutet.

Keltertrauben

Weltweit gibt es etwa 10.000 Rebsorten. Davon sind nur etwa 2.500 zur Produktion von Wein zugelassen. Franken ist das Weinbau-Zentrum Bayerns; mit über 80 Prozent überwiegt dort der Weißwein. Es dominiert die Rebsorte Müller-Thurgau (mehr als 1.600 ha Anbaufläche), gefolgt vom Silvaner (knapp 1.500 ha). 

Müller-Thurgau (1882 von Schweizer Professor Herrmann Müller gezüchtet) soll hier anhand der Trauben mit ihren Beeren beschrieben werden: Die Trauben sind mittelgroß, wachsen locker bis dicht beieinander. Die Beerenfarbe ist gelblich-grün. Müller-Thurgau reift Anfang bis Mitte September. Das Deutsche Weininstitut bietet hier eine gute Übersicht der deutschen Rebsorten