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  • Naturlexikon

Austernseitling (Pleurotus ostreatus)

Austernseitling
Austernseitling
© Dave Brown (Halide Art) | Quelle | Lizenz

Am Beispiel des Austernseitlings kann man sehen, dass auch in der kalten Jahreszeit Pilze in der Natur vorkommen: Besagter ist ein essbarer Winterpilz aus der Gattung der Seitlinge. Von November bis in den Januar bilden sich die Fruchtkörper. Man kennt den Pilz aufgrund seines Geschmacks bzw. seines Äußeren auch unter dem Namen Kalbfleischpilz oder Muschelpilz. 

Er wächst in Büscheln, die Muschelbänken ähneln. Oft sieht man ihn an Laubbäumen wie etwa an Pappel und Weide, gelegentlich aber auch an Nadelbäumen.

Der Hut kann einen relativ großen Durchmesser haben, der von 5 bis gut 30 cm reichen kann. Die Farbe bewegt sich zwischen silbergrau, graubraun und dunkelviolett. Der Stiel wächst seitlich am Rand des Hutes und ist relativ schmal, höchstens 4 cm lang und 3 cm breit. Im jungen Alter sind die Lamellen weißlich, später gelblich.

Den Austernseitling kann man insbesondere mit folgenden Pilzen verwechseln: Ohrförmiger Seitling (hochgiftig!), Taubenblauer Seitling (essbar), Rillstieliger Seitling (essbar) sowie Lungen-Seitling (essbar). 

Garen nicht vergessen

Man findet den Austernseitling nicht nur auf vielen Speisetellern, sondern auch in zahlreichen Supermärkten (dort in verschiedenen Varianten), falls man nicht selbst durch den Wald stapfen und sich auf die Pilzsuche begeben möchte.

Vor dem Essen muss man ihn gut garen, mindestens 15 Minuten. Dies bewirkt, dass das im rohen Zustand enthaltene blutzersetzende Pleurotolysin zerstört wird. Frische Pilze sind elastisch und am besten zum Zubereiten geeignet, sie haben auch den typisch würzigen Geruch. Bei älteren Exemplaren hat man ein eher muffiges und zähes Resultat.  

Kulinarisch kann man sich etwa ein Ragout vorstellen, das man mit unterschiedlichen Pilzen wie dem Austernseitling zubereitet. Oder man kann ihn als Beilage zum Kalbsbraten, als Grundlage für einen Pilzsalat oder für eine Sauerampfersuppe verwenden.

Dem Pilz schreibt man zudem nicht zuletzt wegen seiner vielen Vitamine eine das Immunsystem stärkende Wirkung zu.

Genereller Hinweis: Trotz der Beschreibung und Bebilderung der verschiedenen Pilzarten in unserem Naturlexikon übernehmen wir keine Garantie dafür, dass der jeweilige Pilz, den man in der Natur sammelt, auch genießbar ist. Generell besteht Verwechslungsgefahr mit ungenießbaren bis hochgiftigen Pilzen, wenn man sich nicht völlig sicher ist. 

Zudem kommt es auf Aspekte wie zum Beispiel die richtige Zubereitung oder die Kombination mit Alkohol an, die stets höchst individuell sind. Wir können keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben bzw. der Bilder geben.

Wenden Sie sich im Zweifelsfall an den örtlichen Pilzberater. Hier finden Sie eine Liste der bayerischen Pilzberater: http://www.pilze-bayern.de/index.php/pilzberatungBei einer Pilzvergiftung versuchen Sie, die Ratschläge der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zu befolgen: https://www.dgfm-ev.de/speise-und-giftpilze/vergiftungen

Zum Thema Pilze und Strahlung (nach Tschernobyl 1986), insbesondere in Bayern, empfehlen wir als weitere Informationsquellen das Bundesamt für Strahlenschutz: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/pilze-wildbret/pilze-wildbret.html. Für genauere Abfragen von Messwerten das Bayerische Amt für Umwelt: http://www.lfu.bayern.de/strahlung/umrei/strvgprobe.