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Brotpilz (Cortinarius mucosus)

Brotpilz (Cortinarius mucosus)
Brotpilz (Cortinarius mucosus)
© Nathan Wilson (nathan) | Quelle | Lizenz

Der Brotpilz (Cortinarius mucosus) gehört zur äußerst artenreichen Gattung der Schleierlinge. Diese Gattung zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Pilze zwischen Hutrand und Stil feine Fasern haben, die eine Art Schleier bilden (Cortina bedeutet auf Lateinisch „Schleier“).

Man kennt den Pilz auch unter weiteren Namen wie Heideschleierling oder Heideschleimfuß, dies verweist auf die schleimige Konsistenz des Hutes.

Farbe und weitere Merkmale

Der Hut ist ockerbraun (zum Rand hin heller werdend) und hat einen Durchmesser von 4 bis 10 cm. Das Fleisch des Hutes ist weißlich. Der überwiegend weiße Stil hat eine Länge von etwa 5 bis 15 cm; die Lamellen stehen dicht beieinander. 

Häufig geht der Pilz eine Symbiose mit Birken oder Nadelbäumen ein. Der ideale Boden ist für ihn sandig oder sauer beschaffen.

Da die Böden aber immer häufiger eutrophiert, also überdüngt sind, nimmt sein Lebensraum immer weiter ab. In westlichen Bundesländern ist er mittlerweile sehr selten. Er steht auf der Roten Liste gefährdeter Pilze Deutschlands. Grundsätzlich ist er zwischen August und Oktober zu entdecken.

Speisepilz mit Verwechslungsgefahr

Es handelt sich beim Brotpilz um einen Speisepilz mit mildem Geschmack, er riecht neutral. Er kann mit dem tödlich giftigen Leuchtendgelben Klumpfuß verwechselt werden, der im Alter dunkler wird und eine rot- bis rostbraune Farbe annimmt.

Genereller Hinweis: Trotz der Beschreibung und Bebilderung der verschiedenen Pilzarten in unserem Naturlexikon übernehmen wir keine Garantie dafür, dass der jeweilige Pilz, den man in der Natur sammelt, auch genießbar ist. Generell besteht Verwechslungsgefahr mit ungenießbaren bis hochgiftigen Pilzen, wenn man sich nicht völlig sicher ist.



Zudem kommt es auf Aspekte wie zum Beispiel die richtige Zubereitung oder die Kombination mit Alkohol an, die stets höchst individuell sind. Wir können keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben bzw. der Bilder geben.

Wenden Sie sich im Zweifelsfall an den örtlichen Pilzberater. Hier finden Sie eine Liste der bayerischen Pilzberater: http://www.pilze-bayern.de/index.php/pilzberatungBei einer Pilzvergiftung versuchen Sie, die Ratschläge der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zu befolgen: https://www.dgfm-ev.de/speise-und-giftpilze/vergiftungen

Zum Thema Pilze und Strahlung (nach Tschernobyl 1986), insbesondere in Bayern, empfehlen wir als weitere Informationsquellen das Bundesamt für Strahlenschutz: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/pilze-wildbret/pilze-wildbret.html. Für genauere Abfragen von Messwerten das Bayerische Amt für Umwelt: http://www.lfu.bayern.de/strahlung/umrei/strvgprobe.