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Fichten-Zapfenrübling

Fichten-Zapfenrübling
Fichten-Zapfenrübling
© Andreas Kunze | Quelle | Lizenz

Zumeist ab Februar stößt man insbesondere unter Fichten im Misch- und Nadelwald auf den Pilz, der aus der Gattung der Zapfenrüblinge stammt. 

Der Durchmesser des grauen bis kakaobraunen Huts ist eher gering, zwischen einem und vier cm. Die Farbe des Stiels ist gelb-bräunlich; er ist zudem relativ schmal, hat eine zähe Konsistenz und ist nur etwa 0,2 cm breit und bis zu 10 cm lang. Die Lamellen stehen ziemlich dicht zusammen und changieren farblich zwischen weiß und grau.

Das Fleisch kann man als faserig-zäh beschreiben. Im Geschmack ist der Fichten-Zapfenrübling angenehm pilzig bis nussig, der Geruch leicht würzig. Man kann sich etwa eine schmackhafte Suppe aus dem Pilz zubereiten.

Saprobiontischer Pilz

Der Pilz ernährt sich von toter, organischer Materie und ist deswegen vor allem an verrotteten Fichtenzapfen zu finden. Diese Art der Pilze nennt man auch Saprobionten (Folgezersetzer). Daneben gibt es noch den Parasit, der sich von lebender Materie ernährt. Zu ihm gehört etwa der Austernseitling. Es existieren in dieser Hinsicht auch Zwischenformen wie der Saproparasit, der als Parasit auftritt, sich aber auch abgestorbener Organismen bedienen kann. Zu dieser Form rechnet man z.B. das Judasohr oder den Eichen-Feuerschwamm.

Man sollte den Fichten-Zapfenrübling nicht verwechseln mit dem ungenießbaren Mäuseschwanzrübling oder dem Kiefernzapfenrübling, der in der milden Variante essbar, in der bitteren aber ungenießbar ist. 

Genereller Hinweis: Trotz der Beschreibung und Bebilderung der verschiedenen Pilzarten in unserem Naturlexikon übernehmen wir keine Garantie dafür, dass der jeweilige Pilz, den man in der Natur sammelt, auch genießbar ist. Generell besteht Verwechslungsgefahr mit ungenießbaren bis hochgiftigen Pilzen, wenn man sich nicht völlig sicher ist. 

Zudem kommt es auf Aspekte wie zum Beispiel die richtige Zubereitung oder die Kombination mit Alkohol an, die stets höchst individuell sind. Wir können keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben bzw. der Bilder geben.

Wenden Sie sich im Zweifelsfall an den örtlichen Pilzberater. Hier finden Sie eine Liste der bayerischen Pilzberater: http://www.pilze-bayern.de/index.php/pilzberatungBei einer Pilzvergiftung versuchen Sie, die Ratschläge der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zu befolgen: https://www.dgfm-ev.de/speise-und-giftpilze/vergiftungen

Zum Thema Pilze und Strahlung (nach Tschernobyl 1986), insbesondere in Bayern, empfehlen wir als weitere Informationsquellen das Bundesamt für Strahlenschutz: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/pilze-wildbret/pilze-wildbret.html. Für genauere Abfragen von Messwerten das Bayerische Amt für Umwelt: http://www.lfu.bayern.de/strahlung/umrei/strvgprobe