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  • Naturlexikon

Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides)

Grüner Knollenbläterpilz
Grüner Knollenbläterpilz
© Holger Krisp | Quelle | Lizenz

Der Grüne Knollenblätterpilz gehört sicher zu den berüchtigsten Giftpilzen hierzulande. So kennt man den Pilz aus der Familie der Wulstlingsverwandten auch unter den warnenden Namen Grüner Mörder oder Grüner Gift-Wulstling.



Schon in kleinen Dosen hoch giftig
Der Pilz ist tödlich giftig (er enthält die Gifte Amatoxine und Phallotoxine): Bereits 20 Gramm können zu Leberschäden führen, nach drei bis zehn Tagen kann der Tod eintreten. Die lange Latenzzeit (zwischen 4 und 24 Stunden) vom Verspeisen bis zum ersten Auftreten der Symptome ist hier eine zusätzliche Gefahr. Anzeichen der Vergiftung sind im Anfangsstadium unter anderem Bauchkrämpfe, Schwindel, später u.a. Leibschmerzen, Hepatitis, Herzversagen. Besonders tückisch: Der Pilz ist, vor allem in einer weißen Variante, mit dem essbaren weißen Champignon verwechselbar. Zu den bekanntesten Opfern der Vergiftung durch den Grünen Knollenblätterpilz sollen etwa der römische Kaiser Claudius (10 v. Chr. - 54 n. Chr) und der römisch-deutsche Kaiser Karl IV (1685 - 1740) gehören.

Kennzeichen

Ihn kennzeichnen seine feinen weißen Lamellen und der Stil (dieser wird zwischen 5 und 15 cm hoch), der am untersten Ende knollig ist. Der Hut ist anfangs geformt wie eine Halbkugel, mit zunehmenden Alter wird er breiter (bis zu ca 15 cm). Die Farbe des Hutes reicht von gelbgrün bis olivgrün. Er riecht leicht nach Kunsthonig. Das Fleisch ist weißlich. 



Vorkommen


Man findet den Pilz praktisch in ganz Deutschland, vor allem zwischen Juli und Oktober. Bevorzugt wächst er in der Nähe von Buchen und Eichen. Er kommt auch in Parks oder Gärten vor. 2019 war der Grüne Knollenblätterpilz Pilz des Jahres.

Genereller Hinweis: Trotz der Beschreibung und Bebilderung der verschiedenen Pilzarten in unserem Naturlexikon übernehmen wir keine Garantie dafür, dass der jeweilige Pilz, den man in der Natur sammelt, auch genießbar ist. Generell besteht Verwechslungsgefahr mit ungenießbaren bis hochgiftigen Pilzen, wenn man sich nicht völlig sicher ist.



Zudem kommt es auf Aspekte wie zum Beispiel die richtige Zubereitung oder die Kombination mit Alkohol an, die stets höchst individuell sind. Wir können keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben bzw. der Bilder geben.

Wenden Sie sich im Zweifelsfall an den örtlichen Pilzberater. Hier finden Sie eine Liste der bayerischen Pilzberater: http://www.pilze-bayern.de/index.php/pilzberatungBei einer Pilzvergiftung versuchen Sie, die Ratschläge der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zu befolgen: https://www.dgfm-ev.de/speise-und-giftpilze/vergiftungen

Zum Thema Pilze und Strahlung (nach Tschernobyl 1986), insbesondere in Bayern, empfehlen wir als weitere Informationsquellen das Bundesamt für Strahlenschutz: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/pilze-wildbret/pilze-wildbret.html. Für genauere Abfragen von Messwerten das Bayerische Amt für Umwelt: http://www.lfu.bayern.de/strahlung/umrei/strvgprobe