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  • Naturlexikon

Mönchskopf (Clitocybe geotropa)

Mönchskopf
Mönchskopf
© Dr. Hans-Günter Wagner | Quelle | Lizenz

Der Mönchskopf aus der Familie der Ritterlingsartigen ist ein essbarer Pilz. Er gehört zur Kategorie der Trichterlinge, von der es weit über 100 Arten gibt. Den Mönchskopf isst man gerne in Suppen oder in Kuttel-Gerichten - entsprechend geschnitten, sieht der Hut mit seinen Lamellen aus wie Kutteln. Der Geschmack lässt sich als mild beschreiben. Der Pilz riecht süßlich, etwas nach Bittermandel, aber auch etwas steril. Da das Fleisch mit zunehmenden Alter wässrig wird, empfiehlt sich der Verzehr nur beim Jungpilz.



Phänomen Hexenring



Man findet den Mönchskopf im Zeitraum Juli bis November, vor allem im Mischwald, wo man ihn gelegentlich in der Wuchsform eines sog. Hexenringes sehen kann: Die Pilze wachsen kreisförmig (der Durchmesser variiert). Diese Form entsteht dadurch, dass das Myzel gleichschnell in alle Richtungen wächst. (Der Name Hexenring ist durch die magische Sichtweise aus dem Volksglauben entstanden, dass sich dort Hexen oder Feen versammeln).



Hut und Lamellen

Der Hut ist weißlich-ockerfarben, mit zunehmendem Alter rötlich und hat einen Durchmesser zwischen 5 und 25 cm. In der Mitte findet sich eine Erhebung, die einer Brustwarze ähnelt. Der Rand unterscheidet sich je nach Alter: Jung ist er eher eingerollt, alt eher wellig. Der Stil ist zwischen 6 und 15 cm lang und 2 bis 4 cm dick. Die Lamellen stehen nah aneinander und sind weiß bis cremefarben.

Verwechslungsgefahr

Unter anderem besteht Verwechslungsgefahr mit dem sehr giftigen Bleiweißen Firnis-Trichterling; man kann die beiden Pilze vor allem dadurch auseinanderhalten, dass der Stil des Mönchskopfs deutlich dicker ist und nur der Mönchskopf den bereits erwähnten Buckel in der Mitte des Hutes hat, den man aber manchmal nur erfühlen kann.

Genereller Hinweis: Trotz der Beschreibung und Bebilderung der verschiedenen Pilzarten in unserem Naturlexikon übernehmen wir keine Garantie dafür, dass der jeweilige Pilz, den man in der Natur sammelt, auch genießbar ist. Generell besteht Verwechslungsgefahr mit ungenießbaren bis hochgiftigen Pilzen, wenn man sich nicht völlig sicher ist. 

Zudem kommt es auf Aspekte wie zum Beispiel die richtige Zubereitung oder die Kombination mit Alkohol an, die stets höchst individuell sind. Wir können keine Garantie für die Richtigkeit der Angaben bzw. der Bilder geben.

Wenden Sie sich im Zweifelsfall an den örtlichen Pilzberater. Hier finden Sie eine Liste der bayerischen Pilzberater: http://www.pilze-bayern.de/index.php/pilzberatungBei einer Pilzvergiftung versuchen Sie, die Ratschläge der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zu befolgen: https://www.dgfm-ev.de/speise-und-giftpilze/vergiftungen

Zum Thema Pilze und Strahlung (nach Tschernobyl 1986), insbesondere in Bayern, empfehlen wir als weitere Informationsquellen das Bundesamt für Strahlenschutz: https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/lebensmittel/pilze-wildbret/pilze-wildbret.html. Für genauere Abfragen von Messwerten das Bayerische Amt für Umwelt: http://www.lfu.bayern.de/strahlung/umrei/strvgprobe