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  • Naturlexikon

Blumenbinse (Scheuchzeria palustris)

Blumenbinse
Blumenbinse
© Oskar Gran | Quelle | Lizenz

Die Blumenbinse, oder auch in Österreich Blasenbinse genannt, bildet als deren einzige Art die Familie der Blumenbinsengewächse (Scheuchzeriaceae). Die immergrüne Sumpfpflanze erreicht mit ihren meist unverzweigten, zickzackförmig verlaufenden Stängeln eine Höhe von 10-30 cm und ist in der Lage, sich über unterirdische Ausläufer zu vermehren. Der Grund des Stängels ist von braunen, abgestorbenen Blattscheiden umgeben.   
An den 1,5-10 cm langen Blattscheiden sind 2-12 mm lange Öhrchen zu sehen. Die aufrechten, rinnigen Blattspreiten erreichen eine Länge von 2-40 cm.
Der Blütenstand ist eine 3-10 cm lange Traube, die aus 3-12 sternförmigen, zwittrigen Blüten, die im Mai und Juni vom Wind bestäubt werden, und langen Hochblättern besteht. Pro Blüte entwickeln sich 3-6 grüne Balgfrüchte, die jeweils 1-2 eiförmige, 4-5 mm lange, braun-schwarze Samen enthalten, welche sich über das Wasser verbreiten.
Die Blumenbinse wächst ausschließlich in sauren Moorgegenden. Bis auf einige Bestände im Alpenvorland ist sie in Bayern selten vorzufinden. Sie gilt als stark gefährdet.