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  • Naturlexikon

Kalmus (Acorus calamus)

Kalmus
Kalmus
© Dan Mullen (milesizz) | Quelle | Lizenz

Der Kalmus ist eine mehrjährige Röhrichtpflanze, die eine eigene Gattung innerhalb der Aronstabgewächse (Araceae) bildet und ursprünglich aus Asien stammt, aber bereits seit dem 16. Jahrhundert in Mitteleuropa als eingebürgert gilt.  
Am dreikantigen Stängel, der 60-120 cm hoch wird, erscheinen schwertförmige, gelbgrüne Blätter, deren Unterseite kräftiger als die Oberseite wächst, so dass schließlich nur die Unterseite bestehen bleibt (unifazial). Die Blattränder sind stellenweise gewellt.  
Im Juni und Juli entwickelt sich als Blütenstand ein 4-10 cm langer, grün-rötlicher Kolben, an dem sich unscheinbare, zwittrige, 3-4 mm breite Blüten bilden. In Mitteleuropa wird kein Fruchtstand ausgebildet.
Die Vermehrung erfolgt ausschließlich über die Ausläufer der bis zu 3 cm dicken Wurzeln, die vom Geruch her an Kampfer erinnern, da sie ätherische Öle enthalten.
Diese sind übrigens auch in den Blättern enthalten. Allerdings finden nur die Wurzeln, die im September und Oktober geerntet werden, Verwendung in der Heilkunde als verdauungsförderndes und magenstärkendes Mittel oder bei der Parfum- und Likörherstellung.
Sogar in Coca-Cola ist ein Extrakt enthalten.     
Der Kalmus besiedelt die offenen, sonnenwarmen Ufer nährstoffreicher, stehender bis langsam fließender Gewässer.