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  • Naturlexikon

Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea L.)

Rohrglanzgras
Rohrglanzgras
© Maja Dumat (blumenbiene) | Quelle | Lizenz

Das Rohrglanzgras, auch Havelmielitz, gehört zur Familie der Süßgräser und sieht dem Schilfrohr ähnlich, nur ist es mit einer Wuchshöhe von 1-2 m kleiner. Es verfügt über ein dickes Wurzelsystem mit unterirdischen Ausläufern.
An einem einzelstehenden, derben Stängel stehen am Grund bräunliche Blattscheiden, während die weiteren grünlichen Blattscheiden einen weißen Rand aufweisen. Die graugrünen, rauen Blattspreiten erreichen eine Breite von bis zu 15 mm. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zum Schilfrohr ist der Blattgrund ohne Öhrchen, der dafür mit einem großen, grauweißen, spitz nach oben ausgerichteten Blatthäutchen ausgestattet ist. Das Schilfrohr selbst verfügt über einen Haarkranz an dieser Stelle.    
Im Juni und Juli blühen die 4-5 mm großen, glänzenden, unbegrannten, mit 4 Hüllspelzen versehenen Ährchen häufig in Büscheln an 10-20 cm langen, rötlich-grünen Rispen, die während der Blütezeit zusammengezogen erscheinen.
Als Fruchtstand existieren von Hüll- und Deckspelzen umgebene Schließfrüchte, die sich sowohl über die Luft als auch das Wasser sowie über Weidetiere ausbreiten können.
Das Rohrglanzgras siedelt in oder an fließenden, sauerstoffreichen Gewässern und bevorzugt Auwaldböden.
Die Licht- bis Halbschattenpflanze gilt als ertragreiche Futterpflanze (so sie denn wenig Gramin, ein für viele Weidetiere giftiges Alkaloid, enthält) und guter Uferbefestiger. Außerdem können aus dem Rohrglanzgras Briketts und Pellets gewonnen werden.
Bereits seit dem 17. Jahrhundert werden Zierpflanzen aus dem Rohrglanzgras gezüchtet.