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  • Naturlexikon

Schnabelriede (Rhynchospora)

Braunes Schnabelried
Braunes Schnabelried
© Forest and Kim Starr (Starr Environmental)
Quelle | Lizenz

Die Schnabelriede gehören zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und kommen in Bayern mit 2 Arten vor, dem Weißen Schnabelried (Rhynchospora alba) und dem Braunen Schnabelried (Rhynchospora fusca). Beide Arten gelten als gefährdet, das Braune Schnabelried sogar als stark gefährdet.
Das Weiße Schnabelried ist eine ausdauernde, sommergrüne Pflanze, die als lockerer Rasen 15-40 cm hoch wird und nur selten Ausläufer bildet, dafür aber bis zu 20 mm lange, weiße Winterzwiebeln. An aufrechten, dreikantigen und rauen Stängeln befinden sich hellgrüne Blattscheiden und gelbgrüne Blattspreiten.
Als Blütenstand verfügt das Weiße Schnabelried über eine zusammengezogene Rispe mit 1-4 gestielten Ährenbüscheln, die mit kurzen, laubartigen Hüllblättern versehen sind. Aus den einzelnen, 3-5 mm langen und spitz zulaufenden Ährchen sprießen 2-3 zwittrige Blüten, die im Juli und August zunächst weiß erscheinen, um später dann rötlich überzulaufen. Die Blüten werden vom Wind bestäubt und sind jeweils von einer ovalen, spitzigen Spelze bedeckt, im unteren Bereich können auch leere Spelzen auftreten.    
Die gelbbraunen Schließfrüchte sind etwa 2 mm groß, scharfrandig und verbreiten sich zum Großteil über Tieranhaftung.
Das Weiße Schnabelried siedelt am liebsten in Hochmooren und an Seeufern in staunassen, kalkarmen und leicht sauren Böden. Es verträgt so gut wie keinen Schatten.
Im Gegensatz zum Weißen Schnabelried bildet das Braune Schnabelried Ausläufer und verfügt über ungestielte, sitzende Ährchen von rotbrauner Farbe.