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  • Naturlexikon

Schwanenblume (Butomus umbellatus)

Schwanenblume
Schwanenblume
© Rictor Norton & David Allen | Quelle | Lizenz

Die Schwanenblume, auch als Wasserliesch, Wasserviole oder irrtümlich als Blumenbinse (siehe Scheuchzeria palustris) bezeichnet, gehört zur Familie der Schwanenblumengewächse (Butomaceae).
Die ausdauernde Pflanze erreicht eine Höhe von 50 bis 150 cm und verfügt über einen weißen, kriechenden Wurzelstock, aus dem allerdings keine Ausläufer hervorgehen.
Die Laubblätter bestehen aus Blattscheide und Blattschneide, sind manchmal mit einem Stiel versehen, und gleichen sich dem Wasserstand an: Unter Wasser erscheinen sie bandförmig, an der Luft grasartig.
Im Juli und August blüht eine 15-50 Blüten an jeweils 5-10 cm langen Blütenstielen umfassende Scheindolde, die von 2-3 eiförmigen Hochblättern umschlossen ist. Bestäubt werden die nach Honig duftenden Blüten von Fliegen, Bienen und Hummeln.  
Bei der Entwicklung der Sammelfrucht aus 6 einzelnen Balgfrüchten wachsen auch die ehemaligen Blütenstiele nach, um den Samen eine möglichst gute Streuung durch den Wind zu sichern. Eine weitere Verbreitung erfolgt durch das Wasser.
Die Schwanenblume siedelt an den Ufern stehender und langsam fließender Gewässer auf Schlammböden.
Früher fand die Schwanenblume als Nahrungsmittel (die Wurzeln sind sehr stärkehaltig und können zu Mehl verarbeitet werden), zum Korbflechten und als Heilmittel bei Wassersucht Verwendung.
Heute wird sie häufig als Gartenteich-Zierpflanze eingesetzt.