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  • Naturlexikon

Gewöhnliche Simsenlilie (Tofieldia calyculata)

Simsenlilie
Simsenlilie
© Udo Schmidt (ursja) | Quelle | Lizenz

Die Gewöhnliche Simsenlilie ist eine ausdauernde Halbrosettenpflanze mit Ausläufern und bildet eine eigene Familie (Tofieldiaceae) innerhalb der Ordnung der Froschlöffelartigen (Alismatales). Die aufrechten Stängel erreichen Wuchshöhen von 10-30 cm.
Die länglich zugespitzten, geädertern Blätter sind 5-10 cm lang und 4-8 mm breit.
Bis zu 30 gelbe, manchmal auch rötliche Blüten enthalten die 3-10 cm langen, lockeren Trauben, die jeweils an kurzen Stielen an der Achse der Tragblätter erscheinen. Bestäubt werden sie von Bienen und Fliegen. Es kann aber ebenfalls eine Wind- oder Selbstbestäubung eintreten. Die Blütezeit findet von Juni bis August statt.
Die 3-3,5 mm großen Kapselfrüchte enthalten viele 0,7 mm lange, braune, kantige Samen, die sich über die Luft oder Tiere ausbreiten.  
Die Gewöhnliche Simsenlilie siedelt auf feuchten Wiesen und Felshängen und in Niedermooren auf kalkhaltigen Tonböden.
In Bayern ist sie hauptsächlich im Alpenvorland und in den Alpen zu finden.