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  • Naturlexikon

Tausendblatt (Myriophyllum)

Ähriges Tausendblatt
Ähriges Tausendblatt
© Lindsey (eccentricvirgo) | Quelle | Lizenz

Das Tausendblatt ist eine Unterwasserpflanze mit langen Rhizomen, die zur Familie der Tausendblattgewächse (Haloragaceae) gehört und in Seen und Teichen in bis zu 2 m Tiefe wächst.
In Bayern kommen hauptsächlich 3 ausdauernde Arten vor: Das Ährige, das Quirlige und das Wechselblütige Tausendblatt.

Ähriges Tausendblatt
(Myriophyllum spicatum)

Das Ährige Tausendblatt besitzt 40 bis 200 cm lange, rot-braune Stängel, die zum Teil mit hellgrünen Warzen versehen sind und über ein Durchlüftungsgewebe verfügen.
Die fadenförmigen Blätter sind 15-40 cm lang und wachsen an gefiederten Blattstängeln komplett untergetaucht.
Von Juni bis August ragt der ährige, rosane oder weiße Blütenstand immer etwa 10 cm aus dem Wasser heraus, wobei die weiblichen Blüten sich dabei im unteren Teil befinden. Die Bestäubung erfolgt über das Wasser, den Wind und seltener über Insekten.
Ab Oktober breiten sich die vierteiligen, etwa 2 mm großen Spaltnüsse über das Wasser aus.
In den Alpen ist das Ährige Tausendblatt in Höhen bis knapp über 900 m zu finden.
Als Zierpflanze kommt es manchmal in Aquarien vor.

Quirliges Tausendblatt (Myriophyllum verticillatum)

Das Quirlige Tausendblatt erreicht eine Länge von bis zu 3 m. An den grünen Stängeln sind die fadenförmigen Blätter in 5er- bis 6er-Quirlen angeordnet.
Es werden getrenntgeschlechtige Einzelpflanzen ausgebildet, d.h. die Pflanzen sind entweder männlich oder weiblich. Von Juni bis September ragt der vierzählige, meist weiße Blütenstand bis zu 20 cm aus dem Wasser heraus, wo er vom Wind bestäubt wird.
Die vierteiligen, glatten Spaltnüsse verbreiten sich dagegen über das Wasser. Außerdem werden Winterknospen gebildet.
Laut Roter Liste liegt eine Gefährdung vor.
Hin und wieder findet das Quirlige Tausendblatt als Gartenteich-Zierpflanze Verwendung.

Wechselblütiges Tausendblatt (Myriophyllum alterniflorum)

Das Wechselblütige Tausendblatt wird 0,5 bis 2 m lang und ähnelt bis auf den Blattwuchs, der in 3er bis 4er-Quirlen erfolgt und eine wechselständige Fiederung aufweist, sehr stark dem Quirligen Tausendblatt.  
Laut Roter Liste ist es in Bayern stark gefährdet.