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  • Naturlexikon

Zypergräser (Cyperoideae)

Braunes Zypergras
Braunes Zypergras
© Katya (katunchik) | Quelle | Lizenz

Die Zypergräser bilden eine eigene Gattung in der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). Weltweit existieren über 300 verschiedene Arten, von denen 27 in Europa vorkommen. Exemplarisch für Bayern sollen hier das Braune Zypergras, das Gelbliche Zypergras und die Erdmandel vorgestellt werden.

Braunes Zypergras
(Cyperus fuscus)

Das Braune Zypergras ist eine einjährige Pflanze ohne Ausläufer, deren scharfkantige Stängel 5-25 cm hoch werden. Die etwa 4 mm breiten Blätter erreichen die Länge der Stängel.
Der Blütenstand besteht aus rot-braunen, 3-10 mm langen Ährchen, die von Juli bis Oktober eine zwittrig-blütige Spirre bilden. Die dreikantige, mit einem Stachel versehene Frucht ist ungefähr 1 mm groß.
Das Braune Zypergras siedelt vornehmlich an Ufern von Flüssen und in Gräben auf überschwemmten Schlamm- und Sandböden. Es überdauert den Winter als Samen.

Gelbliches Zypergras
(Cyperus flavescenc)

Das Gelbliche Zypergras unterscheidet sich im Grunde nur durch die Ährchen- und Blütenfarbe vom Braunen Zypergras.  

Erdmandel (Cyperus esculentus)

Die Erdmandel stammt aus dem Mittelmeergebiet und wurde bereits von den Alten Ägyptern angebaut, wie Grabfunde belegen. Sie ist die Nutzpflanze unter den Zypergräsern und in Bayern stellenweise kultiviert.
Sie erreicht Wuchshöhen von bis zu 60 cm und bildet lange, unterirdische Ausläufer mit bis zu 15 cm dicken, mandelartig schmeckenden Knollen, die in Frankreich als Amandes de terre und in Spanien als Chufa auf den Markt gelangen.
Die dreikantigen Stängel sind weiß gestreift. Die hellgrünen Blätter sind bis zu 1 cm breit.
Von Juli bis September erscheinen weiße Blüten an den von Blättern umgegebenen, bis zu 10 cm langen Ähren.
Da die Knollen sehr leicht überdauern und nachwachsen, wird die Erdmandel von einigen Botanikern als ein unliebsames Unkraut beschrieben.