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  • Naturlexikon

Gemeine Rübe (Beta vulgaris)

Gemeine Rübe
Riesige Zuckerrübe
© Catherine Soehner | Quelle | Lizenz

Die Gemeine Rübe ist eine Pflanzenart aus der Familie der Fuchs-
schwanzgewächse (Amaranthaceae). Zu den Unterarten zählen die Zucker- und Futterrübe, die hier beschrieben werden sollen, und außerdem der Mangold und die Rote Bete, die in Extra-Artikeln vorgestellt werden.
Bis Mitte des 18. Jahrhunderts gab es keine Unterscheidung zwischen Zucker- und Futterrübe. Erst als Andreas Sigismund Marggraf 1747
der Nachweis von Zuckerkristallen (Saccharose) in den Rüben gelang, die denen des Rohrzuckers identisch sind, wurden spezielle Sorten gezüchtet, deren Zuckerertrag ungleich höher war. Ab dem
19. Jahrhundert wurden dann zunächst in Schlesien Zuckerfabriken errichtet, wo vermittels eines Raffinierungsprozesses die Kristalle isoliert werden.
Fast zeitgleich wurden größere, gelbfleischige, den Winter über einlagerbare Futter- oder Runkelrüben im Rheinland gezüchtet, die in ausschließlich als Tierfutter dienten.
Während die Kulturformen der Rübe fast immer zweijährig, aufrecht und mit größeren Wurzeln und Blättern wachsen, sind Variationen bei den Wildformen möglich.
Für die Blüte wird eine Kälteperiode benötigt, die Befruchtung erfolgt zumeist über den Wind.
Die Aussaat der Pfahlwurzler findet von März bis Mai statt, die Ernte erfolgt von September bis Dezember.
Im Gegensatz zur Futterrübe, bei der es sich um eine zu großen Teilen über der Erde wachsende Hackfrucht handelt, die von Hand geerntet werden kann, muss die Zuckerrübe mit extra Werkzeugen aus der Erde geholt werden. Neben der Zuckerausbeute fällt bei der Verarbeitung auch Zuckerrübensirup an, das so genannte Rübenkraut, welches als Brotaufstrich verwendet wird. Bei der Futterrübe wird sowohl die bis zu 150 cm lange Wurzel als auch die bis zu
30 cm langen Blätter vorwiegend an Schafe und Rinder verfüttert.
Beide Rübenarten finden zudem zunehmend als nachwachsende Rohstoffe in Form von Biogas oder Ethanol Verwendung.