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  • Naturlexikon

Speise- und Steckrübe

Steckrübe, Speiserübe
Steckrübe
© Ula Gillion | Quelle | Lizenz

Speiserübe (Brassica rapa subsp. rapa)

Die Speiserübe gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und wird bereits in antiken griechischen Texten erwähnt. Sie stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit ursprünglich aus Kleinasien. Verwandte und Unterarten sind alle Formen der Rübsen wie die Mairübe, Stoppelrübe, Teltower Rüben, Gatower Kugel, Herbstrübe und Bayerische Rübe.
Die zweijährige Pflanze bildet im ersten Jahr eine lockere, auf der Wurzel anliegende Blattrosette und je nach Sorte formenreiche, weiße oder gelbfleischige Rüben, die rundlich oder länglich sein können. Die dünne Rinde kann dagegen schwarz, weiß oder ockerfarben erscheinen. Im zweiten Jahr bildet sich ein verzweigter Stängel mit kurz gestielten, gefiederten und behaarten Blättern.
Speiserüben können je nach Sorte bereits nach 50-100 Tagen geerntet werden.
Als Gemüse werden sie roh oder gekocht verzehrt; eine Konservierung ist möglich, und auch eine Verwendung als Viehfutter.  

Steckrübe (Brassica napus subsp. rapifera)

Die Steckrübe (weil sie wie ein Setzling in den Boden gesetzt wird) oder Kohlrübe (aufgrund ihres herbsüßen, nach Kohl erinnernden Geschmacks) gehört ebenfalls zur Familie der Kreuzblütler, ist jedoch eine direkte Unterart des Rapses (Brassica napus). Sie kam im 17. Jahrhundert über Skandinavien nach Deutschland, weswegen sie auch Schwedische Rübe genannt wird.
Die bis 1,5 kg schwere Wurzel der Steckrübe ist nahezu rund und verfügt über eine grüne, gelbe oder rötliche Rinde, in der weißes oder gelbes Fleisch vorzufinden ist. Die winterharte Rübe wird von September bis Mai geerntet.
Vom oberirdischen Aufbau sieht sie der oben beschriebenen Speiserübe ähnlich.
Aufgrund ihres hohen Wasseranteils gilt sie als kalorienärmstes Wurzelgemüse, das zudem beim Einkochen den Geschmack anderer Zutaten annimmt.
Ursprünglich als Viehfutter gezüchtet, bewahrte sie in Not- und Krisenzeiten immer wieder eine Menge Menschen vor dem Hungertod.