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  • Naturlexikon

Topinambur (Helianthus tuberosus)

Topinambur
Topinamburblüte
© chipmunk_1 | Quelle | Lizenz
Topinamburwurzel
© Steffen Zahn | Quelle | Lizenz

Der Topinambur gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und entstammt der gleichen Unterfamilie wie die Sonnenblume.
Er ist ursprünglich in Nord- und Mittelamerika beheimatet und leitet sich namentlich von einem indianischen Stamm ab.
Anfang des 17. Jahrhunderts entsandten französische Siedler aus Kanada die Knollen nach Europa, wo sie sich schnell verbreiteten.
Die mehrjährige Pflanze vermehrt sich über die Wurzelknollen, aus denen die aufrechten, verzweigten Stängel mit gestielten, ovalen, raubehaarten Blättern wachsen. Letztere werden bis zu 25 cm lang und 10 cm breit. Insgesamt erreicht der Topinambur eine Wuchshöhe von bis zu 3 m.
Die 4-8 cm breiten, gelben, zwittrigen Blüten erscheinen von August bis November.
Die Überwinterung erfolgt über die kartoffelgroßen, ocker- bis rosafarbenen, dünnwandigen Knollen, die innen weißes, süßlich schmeckendes Fleisch aufweisen.
Die Knollen können roh, gekocht oder frittiert gegessen oder als Saft oder Sirup (der zugleich als Zuckerersatz dient) zubereitet werden. Eine Rezeptur als Branntwein existiert ebenfalls.
Weitere Verwendungsmöglichkeiten sind die als Viehfutter und nachwachsender Rohstoff in Form von Bioethanol, Pellets und den Gebrauch in Biogasanlagen.