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  • Naturlexikon

Aal (Anguilla anguilla)

Aal
Aal © St. Anne Stiftung
(CC BY-NC-SA 3.0 DE)

Der Europäische Aal gehört zu den Fettfischen und kommt in Bayern nur im Main- und Saale-Eger-Einzugsgebiet natürlich vor. Alle anderen Bestände sind durch künstliche Besatzmaßnahmen erzeugt worden. Die beiden Varianten Spitzkopf- und Breitkopfaal sind dabei zu unterscheiden. Beide gelten aufgrund von Wasserverschmutzung, Parasiten (Schwimmblasenwurm) und Gefahren wie Wasserkraft-
werken und Schleusen als vom Aussterben bedroht.
Der Aal besitzt mit seinen ineinander übergehenden Flossen einen schlangenhaften Körper, der bei den Weibchen bis zu 150 cm lang und 6 kg schwer werden kann. Die Männchen erreichen dagegen meist nur eine Länge von 60 cm. Mit der Färbung der Unterseite ist eine Bestimmung des Alters möglich: Die jungen Aale sind gelb (Gelbaal) und die erwachsenen Exemplare weiß (Blankaal). Die Oberseite erscheint bei allen schwarz oder dunkelgrün.
Die dämmerungs- und nachtaktiven Fische ernähren sich vornehmlich von Krebsen, Würmern, Larven und Kleinfischen.
Der Aal verfügt über einen besonderen Lebenszyklus, der ihn ausschließlich in der Sargossasee in der Nähe der Bahamas laichen und auch sterben läßt.
Als so genannte Weidenblattlarven geschlüpft, benötigen sie etwa drei Jahre für die knapp 5000 km bis sie an die europäischen Küsten gelangen. Dort angekommen entwickeln sie sich zu etwa 10 cm langen Glassaalen, bevor sie in die Binnengewässer flußaufwärts eindringen. Mit einem Alter von 12-15 Jahren tritt bei den weiblichen Aaalen die Geschlechtsreife und die Wandlung zum Blankaal ein, die gleichzeitig auch das Signal darstellt, in die Sargossasee zurückzukehren, wofür sie etwa ein Jahr lang brauchen. Während der Rückreise verzichten sie komplett aufs Essen und leben nur von ihren Fettreserven, die ungefähr ein Drittel ihres Körpers ausmachen. Da sie imstande sind, Sauerstoff über die Haut aufzunehmen, können sie auch größere Strecken über feuchtes Land zurücklegen.
Die männlichen Aale erreichen die Geschlechtsreife im einem Alter von 6 bis 9 Jahren und bleiben nach einmaliger Reise in der Brackwasserregion.
Sie können in freier Wildbahn bis zu 50 Jahre alt werden, im Aquarium sogar bis zu 80.