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  • Naturlexikon

Brasse (Abramis brama)

Brachse, Brasse, Blei
Brachse, Brasse, Blei © St. Anne Stiftung
(CC BY-NC-SA 3.0 DE)

Die Brasse, auch Brachse oder Blei genannt, ist ein Weißfisch und gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Der stark abge-
flachte und hochrückige Schwarmfisch erreicht für gewöhnlich eine Länge von 30-70 cm bei einem Gewicht von bis zu 7 kg. Es sind allerdings, insbesondere in bayerischen Seen, auch schon größere Exemplare gefangen worden.
Als besondere Merkmale verfügt die Brasse über recht kleine Augen und ein stumpfes, aber vorstülpbares Maul, welches ihnen bei der Nahrungssuche im Schlamm wertvolle Dienste erweist. Die relativ großen Schuppen sind mit Schleim bedeckt. Auf der Oberseite weist sie eine metallisch glänzende Färbung auf, die grün, grau und blau schimmert, während die Unterseite weißlich erscheint.
Im Gegensatz zur Güster, mit der die Brasse des öfteren verwechselt wird, reichen die Brustflossen bis an den Ansatz der Bauchflossen heran. Auch sind die Flossen grau und verfügen über keinerlei Rottöne wie bei der Güster.
Die Laichzeit findet von April bis Juni statt und überschneidet sich somit mit der der Güster, was zu Bastardisierungen führt, wenn die 100000 bis 300000 klebrigen Eier pro Weibchen sich mit denen der Güster mischen.
Die Brasse lebt vornehmlich in träge fließenden Flüssen, Kanälen und Seen mit schlammigem Grund, in denen sie Larven Würmer, Muscheln, Schnecken und Wasserpflanzen als Nahrung finden.
Brassen werden zwischen dem 7. und 10. Lebensjahr geschlechtsreif und erreichen ein maximales Alter von 15-20 Jahren.