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  • Naturlexikon

Kaulbarsch (Gymnocephalus cernua)

Kaulbarsch
Kaulbarsch © St. Anne Stiftung
(CC BY-NC-SA 3.0 DE)

Der Kaulbarsch ist ein Brackwasserfisch aus der Familie der Echten Barsche (Percidae). Sein lateinischer Name bedeutet so viel wie Barsch, der gerne mit dem Kopf voraus gründelt.
Er erreicht eine maximale Länge von 25 cm bei einem Gewicht von 400 g, wobei die durchschnittliche Länge zwischen 12 und 15 cm liegen dürfte.
Sein Körper ist gedrungen, die Augen groß, das Maul stumpf und die Rückenflosse ungeteilt. Am Kiemendeckel trägt er einen längeren, kräftigen Stachel, der Vorkiemendeckel ist mit mehreren kürzeren Stacheln bewehrt.
Der Kaulbarsch erscheint fleckig, der Rücken ist grau-braun-grün eingefärbt, die Flanken gelblich, der Bauch grün-weißlich und die Brust rötlich getönt.
Der bevorzugte Lebensraum sind langsam fließende oder stehende Gewässer mit sandigem Grund, wo er sich vornehmlich von Insektenlarven, Zooplankton, Fischlaich und Muscheln ernährt. Dank seines ausgeprägten Seitenlinienorgans und einiger Schleimguben am Unterkopf vermag er es auch in der Dunkelheit auf Nahrungssuche zu gehen.
Zur Laichzeit von März bis Mai versammeln sich die Kaulbarsche in größeren Schwärmen an Uferbreichen, wo die Weibchen zwischen 50000 und 100000 ca. 1 mm große Eier in Schnüren an Steinen  ablegen. Die Larven benötigen daraufhin zum Schlupf 8-12 Tage.
Die Lebenserwartung liegt bei 10 (Weibchen), bzw. 7 (Männchen) Jahren.