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  • Naturlexikon

Rutte (Lota lota)

Rutte
Rutte © St. Anne Stiftung
(CC BY-NC-SA 3.0 DE)

Die Rutte, Ruppe, Quappe (Norddeutschland) oder Trüsche (Schweiz) ist ein Knochenfisch aus der Familie der Dorsche (Gadidae), die als einzige ihrer Art im Süßwasser vorkommt.
Durchschnittlich werden Rutten 30-60 cm lang bei einem Gewicht
von 8 kg. Es sind allerdings auch schon Exemplare mit Längen von über
1 m und 30 kg gefangen worden.
Der nachtaktive Raubfisch hat einen langgestreckten Körper, der auf der Oberseite eine dunkle Marmorierung auf brauner, gelber oder grüner Grundfärbung aufweist. Die Seiten sind  gelblich aufgehellt und der Bauch erscheint weißlich.  
Besondere Merkmale der Rutte sind die lange Afterflosse, der lange Bartfaden am Kinn und zwei kurze Barteln hinter den vorderen Nasenöffnungen.
Die Laichzeit findet in von November bis März statt. Zu dieser Zeit ziehen die Rutten flussaufwärts in flachere Gewässerregionen, wo pro Weibchen zwischen 400000 und 3 Millionen orangene Eier in das 2 bis 6 Grad kalte Wasser auf Kiesgrund abgelegt werden. Nach zwei bis sechs Wochen ohne die geringste Brutpflege schlüpfen die Larven und wachsen sehr schnell zu Jungfischen heran. Zwischen dem 3.-4. Lebensjahr werden sie selber geschlechtsreif.
Zunächst fressen sie am Boden lebende Wirbellose, später dann hauptsächlich gründelnde Fische.
In Bayern kommen die Ruten vorwiegend in der Donau und ihren Nebenflüssen vor. Sie gelten als gefährdet und sind daher geschützt.
Als Alter werden 10-12 Jahre angegeben.