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  • Naturlexikon

Wels (Silurus glanis)

Wels
Wels © St. Anne Stiftung
(CC BY-NC-SA 3.0 DE)

Der Europäische Wels oder Waller gehört zur Familie der Echten Welse (Siluridae) und ist neben dem Stör der größte in Europa vorkommende Süßwasserfisch. Er erreicht durchschnittlich eine Körperlänge von 100-150 cm bei einem Gewicht von 15-45 kg. Allerdings wachsen Welse ein Leben lang und können daher auch größer und schwerer werden.
Der kräftige, schuppenlose Körper ist lang gestreckt, glatt und vollständig mit Schleim bedeckt. Der große, breite Kopf mit den winzigen Augen, der ein Fünftel des Gesamtkörpers ausmacht, ist am Kinn mit zwei Paar Bartel versehen. Die Körperfarbe variiert je nach Lebensraum.
Der überwiegend nachtaktive Wels siedelt vornehmlich in großen, warmen Seen oder tiefen, langsam fließenden Gewässern, wo es tagsüber im schlammigen Grund genügend Verstecke gibt.
Er ernährt sich von Fischen, Wirbellosen und Wasservögeln.
Welse verfügen über einen exzellenten Geruchs- und Geschmackssinn. Ihr Gehör ist ebenfalls stark ausgeprägt. 
Die Laichzeit findet von Mai bis Juli statt. Dann legen die Weibchen in flacheren Uferbereichen ihre jeweils bis zu 500000 etwa 1,5-2 mm großen Eier an Wasserpflanzen ab. Die Männchen bewachen diese bis zum Schlupf nach
2-5 Tagen. Die Jungfische wachsen sehr schnell und können innerhalb eines Jahres 50 cm lang und 500 g schwer werden. Zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr sind die Nachkommen selber fortpflanzungsfähig.
Das Höchstalter liegt bei 80 Jahren.