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  • Naturlexikon

Enten (Anatidae), Gänse (Anseriformes), Schwäne (Cygnini)

Schwimmende Ente
Schwimmende Ente
© Larry & Teddy Page | Quelle | Lizenz
Eine schwimmende Graugans
Eine schwimmende Graugans
© Tom Page | Quelle | Lizenz
Ein Höckerschwan beim Schnäbeln
Ein Höckerschwan beim Schnäbeln
© Arne List | Quelle | Lizenz

Die Familie der Entenvögel gehört zu den Wasservögeln und beinhaltet neben Ente und Gans auch den Schwan. In Bayern werden zumeist gezähmte Pekingenten und Graugänse als Hoftiere gehalten. Stock-, Reiher- und Tafelenten sind dagegen neben Kanadagänsen und Wachteln zur Jagd freigegeben. Schwäne werden überwiegend geschont.
Als besonderes Merkmal haben die Entenvögel eine Schwimmhaut zwischen den drei nach vorne gerichteten Zehen, der der schnellen Fortbewegung im Wasser dient, sie an Land jedoch unbeholfen erscheinen lässt. Ein watschelnder Gang ist die Folge. Ein weiteres Merkmal ist der oft auffällig lange Hals. Außerdem verfügen Entenvögel über einen breiten mit Lamellen besetzten Schnabel mit dem sie imstande sind, Nährstoffe aus dem Wasser zu filtern.
Während Gänse und Schwäne sich vor allem von Wasserpflanzen, Gräsern, Samen, Kräutern und Moosen ernähren, essen viele Entenarten oft Insekten und Krebstiere. Das Gefieder der Entenvögel ist wasserdicht und bei vielen Arten, und dort insbesondere bei den Männchen, bunt gemustert. In regelmäßigen Abständen werfen sie bei der so genannten Mauser ihre abgenutzten Federn ab, um ein Neuwachstum einzuleiten.
Die Größe der Entenvögel reicht von 30 cm (Zwergenten) bis 180 cm (Trompeterschwan), das Gewicht liegt zwischen 230 g und 22,5 kg. Die Flügelspannweite eines Trompeterschwans kann 240 cm betragen.
Unter den Entenvögeln ist Pärchenbildung die Regel. Während sich die meisten Enten in jeder Brutsaison einen neuen Partner suchen, bleiben Gans- und Schwanpärchen ein Leben lang zusammen. Für dieses Zusammenfinden finden besondere Balzzeremonien statt.   
Das Weibchen besorgt für gewöhnlich den Nestbau, außer bei den Schwänen, wo sich auch das Männchen rege beteiligt, da für die Küken größere Nester zur Verfügung stehen müssen. Vier bis dreizehn Eier sichern den Nachwuchs, der in einem Zeitraum von 22 bis 40 Tagen ausgebrütet wird. Die Jungtiere sind sofort lauf- und schwimmfähig.
Bis zu 60 % der Entenvögel sterben in ihrem ersten Lebensjahr. Überhaupt ist ihre Lebenserwartung eher gering. Bei Enten beträgt sie im Durchschnitt nur zwei bis drei Jahre und  bei Gänsen fünf Jahre. Höckerschwäne können durchaus bis zu 20 Jahre alt werden.