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  • Naturlexikon

Fasan (Phasianus colchicus)

Männlicher Fasan
Männlicher Fasan
© Mark Seton | Quelle | Lizenz
Weiblicher Fasan
Weiblicher Fasan
© Ashley Tubbs (ashleytisme) | Quelle | Lizenz

Mit dem Fasan verbindet man sein buntes und eindrucksvolles Äußeres. So ist es besonders der Hahn, der mit schillerndem Gefieder und langem, schmalen Schwanz heraussticht. Die Henne hingegen ist grau-braun gefärbt und hat einen kürzeren Schwanz, ist damit aber besser vor Feinden getarnt.

Ursprünglich stammt der Fasan aus Mittelasien. Freilebende Exemplare sind in Bayern seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Im übrigen Deutschland und Europa gibt es ihn schon viel länger. Ebenso ist er schon lange in der Kunst präsent, sei es auf Kupferstichen oder auf Gemälden, die ihn als Jagdwild oder als Teil der Natur zeigen. 

In Bayern nahm die Population der Fasane in den vergangenen Jahren ab. Das Tier hat in dem Bundesland eine Jagd-Schonzeit. Sie dauert von Anfang Januar bis Ende September.

Rückzugsorte und Nahrung

Der Fasan ist etwa 90 cm lang und wiegt zwischen 1,25 kg und 1,5 kg, wobei das Weibchen leichter als das Männchen ist. Zu finden ist der Hühnervogel insbesondere auf weitläufigen Flur- und Agrarlandschaften. Rückzugsorte sucht er auf Bäumen oder in Gebüschen.

Seine bevorzugte Nahrung besteht vor allem aus Kleintieren wie Würmern, Schnecken und Weichtieren, aber auch Kräutern und Samen. Um die Verdauung anzuregen, frisst der Fasan kleine Steinchen.

Langwierige Balzrituale

Gebalzt wird im März bzw. April. Der Balzruf ist schon in den frühen Morgenstunden zu vernehmen, wenn die Sonne aufgeht. Doch es bleibt nicht allein beim Ruf: Fasane springen zudem in die Höhe und schlagen mit ihren Flügeln, um die Weibchen zu beeindrucken.

Zudem möchte das Revier verteidigt werden: Rivalisierende Fasane bewegen sich springend aufeinander zu und breiten ihre Flügel aus. Mit Trittversuchen soll der Konkurrent vertrieben werden. Ältere Hähne setzen dabei auch auf den einschüchternden Effekt, den sie mit dem Anschwellenlassen ihrer leuchtend roten Backenlappen erzielen. Jüngere Tiere fliehen hierbei häufig sehr schnell, noch bevor sich die beiden Fasane überhaupt bekämpft haben.

Der Fasan umwirbt seine bis zu sechs Hennen, indem er sie umschwirrt. Dabei muss er beharrlich sein, denn es kann manchmal einige Woche dauern, bis die Henne bereit für die Paarung ist. Nach dieser ist auch die Beziehung zwischen Hahn und Henne vorüber.

Im Nest liegen etwa 10 bis 12 Eier, die beige bis hell gefärbt sind. Gebrütet wird 24 Tage. Bei den Küken handelt es sich um Nestflüchter; sie können bereits nach 10 bis 12 Tagen fliegen. Fasane werden bis zu 7 Jahre alt.

Als Feinde hat der Fasan Greifvögel wie den Habicht sowie Marder und Füchse. Jungtiere werden gelegentlich auch von Krähen oder Elstern gefressen.