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  • Naturlexikon

Trauerschwan oder Schwarzschwan (Cygnus atratus)

Trauerschwan
Trauerschwan
© Stefan Munder | Quelle | Lizenz

Der Trauerschwan kommt bei uns in Deutschland eher selten vor. Da er ursprünglich nur in Australien beheimatet war, wo er auch das Wappentier Westaustraliens darstellt, ist dies nicht verwunderlich. Frei lebende Exemplare, die man heute bei uns antreffen kann, gehen auf entflohene oder ausgesetzte Zuchtschwäne aus Naturparks, Parkanlagen oder privaten Züchtungen zurück. Am bekanntesten hierzulande ist eine Kolonie im Süden Münchens, an der Thalkirchner Brücke.


Die ersten Trauerschwäne wurden ca. 1791 in Frankreich und England angesiedelt. Erste Zuchterfolge konnten dann vom Zoo in London im Jahre 1850 vermeldet werden. In Deutschland tauchten die ersten Tiere ab dem Jahr 1850 auf, eine größere Population konnte sich dennoch nie daraus entwickeln. Zwar werden heute immer häufiger Exemplare gesichtet, aber eine wirkliche Verbreitung der Trauerschwäne ist nicht erwünscht, da sie als invasive Tierart gelten und möglicherweise das Ökosystem gefährden könnten.
Der Trauerschwan ist, anders als andere Schwäne oder Wasservögel, kein Zugvogel und bevorzugt ganzjährig ein festes Revier mit festen Brutplätzen. Bei Lärm oder anderen Störungen weicht der an sich sehr mobile Trauerschwan trotzdem in ruhigere Gebiete aus. Bleiben dabei aber ein Leben lang in der Region in der sie aufgewachsen sind. Trauerschwäne siedeln überwiegend in Flussmündungen oder auf Seen mit Süß- oder Brackwasser. Als Nahrung finden sie dort Wasserpflanzen, Algen oder in das Wasser hängende Blätter der Trauerweiden. Gerne besuchen sie aber auch Mais- oder Weizenfelder.


So wie auch andere Schwanenarten ist auch der Trauerschwan in seinem Paarungsverhalten monogam und bindet sich nur an einen Partner. Nestbau und Versorgung des Nachwuchses werden von beiden Elternschwänen übernommen. In dem errichteten Nesthügel legt das Weibchen vier bis acht blassgrüne Eier, die dann abwechselnd von beiden Elternschwänen maximal sechs Wochen bebrütet werden. Nach dem Schlüpfen ist das Gefieder der Dunenküken einfarbig dunkelsilbergrau, Beine sowie Schnabel dunkelgrau und die Augen graubraun.


Erwachsene Trauerschwäne erreichen maximal eine Körperlänge von 140 cm und eine Flügelspannweite von maximal 200 cm. Männliche Trauerschwäne bringen bis zu 6 kg auf die Waage. Weibchen wiegen im Durchschnitt bis zu 5 kg und unterscheiden sich durch einen kürzeren Schnabel und Hals von den Männchen.


Das Gefieder und die Beine der erwachsenen Trauerschwäne sind schwarz gefärbt, wodurch der leuchtend rot gefärbte Schnabel, der durch ein weißes Band an der Schnabelspitze verziert ist, schön zur Geltung kommt. Auffällig, aber nur während des Fluges zu sehen, sind die weißen Schwungfedern in den Schwingen.