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  • Naturlexikon

Goldschakal (Canis aureus)

Goldschakal auf der Lauer
Goldschakal auf der Lauer
© Dominik Bartsch | Quelle | Lizenz

Der Goldschakal weist vom Aussehen (charakteristisch für ihn ist das goldgelbe Fell) und von der Lebensweise her große Ähnlichkeiten zum Wolf auf und entstammt biologisch gesehen der gleichen Familie, was den Wolf jedoch nicht davon abhält, der ärgste Feind des Goldschakals zu sein.
Ursprünglich ein Bewohner des nördlichen und östlichen Afrikas und der tropischen und subtropischen Gebiete Asiens hat sich der Goldschakal seit geraumer Zeit auch in Europa niedergelassen. Als Grund wird die nachlassende Wolf-Population angeführt. Während in Österreich sich der Goldschakal schon länger heimisch fühlt, wurde ein Exemplar dieses Tieres in Bayern erst im Frühjahr 2012 von mehreren Fotofalle aufgenommen. Seitdem wird davon ausgegangen, dass der Goldschakal sich in Bayern ansiedelt oder bereits angesiedelt hat.
Bei einer Körperlänge von 80-95 cm mit zusätzlicher Schwanzlänge von 20-30 cm und einem Gewicht von 8-10 kg ist der Goldschakal ein hervorragender Läufer. Scheinbar mühelos ist er imstande, längere Entfernungen zurückzulegen, wobei er sich überwiegend in seinem angestammten Revier aufhält, das etwa drei Quadratkilometer groß ist.
Dort lebt er mit einem festen Partner oder in Familienrudeln.
Die Paarungszeit findet im Oktober statt und nach einer Tragzeit von circa 60 Tagen sucht sich das Weibchen eine Höhle als festen Unterschlupf, wo sechs bis neun Welpen zur Welt kommen. Diese werden für fünf bis sechs Monate von den Eltern versorgt und aufs Leben vorbereitet. Für einen Großteil ist es dann an der Zeit, sich von den Eltern zu trennen und ein eigenes Revier zu beziehen. Bis zu zwei junge Goldschakale bleiben bei den Eltern, um ihnen beim nächsten Wurf zur Seite zu stehen.
Goldschakale haben in freier Wildbahn eine Lebenserwartung von acht Jahren, in Gefangenschaft steigt diese auf bis zu 14 Jahre.