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  • Naturlexikon

Marderhund, Enok (Nyctereutes procyonoides)

Nasser Marderhund
Nasser Marderhund
© petachita | Quelle | Lizenz

Der Marderhund ähnelt seiner Gestalt und Gesichtsmaske nach dem Waschbären, wird jedoch wie der Name schon sagt, der Familie der Hunde und dort den Marderartigen zugerechnet. Wie der Waschbär, der aus Nordamerika stammt, ist auch der Marderhund keine ursprünglich hier heimische Tierart, sondern ist von der Ukraine her eingewandert, wo in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts aus Gründen der Pelzzucht diese massenhaft ausgesetzt wurden. Seit den 1960er Jahren haben sich die scheuen und nachtaktiven Tiere auch in deutschen Wäldern ausgebreitet, wo sie verlassene Fuchs- und Dachsbauten als Unterkünfte wählen. Als Allesfresser können Marderhunde aus einem breiten Nahrungsangebot wählen, was sie eher sammelnd wie Dachse statt jagend wie Füchse wahrnehmen. Ihre natürlichen Feinde sind Luchs, Wolf und Braunbär, bei Jungtieren auch Greifvögel. Außerdem können sie vom Fuchsbandwurm befallen werden. Sie sind die einzigen Wildhunde, die Winterruhe halten.
Die Körperlänge des Marderhundes beträgt 50-65 cm, der Schwanz misst zusätzlich 15-25 cm. Sie erreichen ein Körpergewicht von 4-10 kg.
Die Ranzzeit ist im Februar und März. 6-10 Welpen werden nach ungefähr 9 Wochen geworfen und sind bereits mit 6 Monaten voll ausgewachsen. Marderhunde bleiben ihr Leben lang mit einem Partner zusammen und kümmern sich als Paar gemeinsam um den Nachwuchs.
Sie erreichen in der freien Natur ein Alter von 6 bis 8 Jahren.
In den letzten Jahren ist die Marderhundpopulation in Bayern stark angestiegen.