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  • Naturlexikon

Edelfalter (Nymphalidae)

Baldrian-Scheckenfalter
Baldrian-Scheckenfalter
© Claude Dopagne | Quelle | Lizenz

Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina)

Einst war er in Bayern an Orten wie dem ganzen Dachauer Moos häufig zu beobachten, mittlerweile sieht man ihn in dem Bundesland als gefährdet an: Der Baldrian-Scheckenfalter aus der Familie der Edelfalter steht deswegen seit einigen Jahren auf der Roten Liste der Tagfalter Bayerns. 

Das liegt insbesondere daran, dass es immer weniger Lebensraum mit Baldrianpflanzen gibt, die die Hauptnahrung der Raupen darstellen. Der Schmetterling wählt gerne sonnige und feuchte Gegenden, etwa in der Nähe von Mooren oder an Waldrändern. Sowohl zu häufiges als auch zu seltenes Mähen sorgt dafür, dass es immer weniger Baldrianarten gibt. 

Orte wie das Palsweiser Moos (Gemeinde Bergkirchen, Teil des Dachauer Mooses) widmen sich aber dem Erhalt des Insekts und damit zugleich der Förderung der biologischen Vielfalt. Dort kann man den Schmetterling entdecken, der hierzulande zwischen Mai und Juli fliegt. Hierzulande gibt es von ihm nur eine Generation. Die Eier des Weibchens werden grüppchenweise unter den Blättern der Futterpflanze, also den verschiedenen Baldrianarten, abgelegt.

Flügelfarbe und weitere Kennzeichen

Die Flügel des Schmetterlings haben an der Oberseite die Grundfarbe Schwarz und sind orange-gelb gescheckt. Die Flügel-Unterseite hat helle orange bzw. rotbraune Flecken, die äußeren Flügelränder sind mit weißen Streifen bzw. Flecken gesäumt. Ausgespannt sind die Flügel ca. 33 Millimeter lang. 

Im Gegensatz zu anderen Scheckenfalter-Arten (Goldener Scheckenfalter, Wachtelweizen-Scheckenfalter etc.) haben Baldrian-Scheckenfalter an der Oberseite der Hinterflügel weniger gelbe Flecken. 

Die dunkelgrauen Raupen des Schmetterlings erreichen eine Länge von etwa 25 Millimetern. Sie sind mit vielen weißen Pünktchen übersäht und haben zudem kleine orange-gelbe Stacheln am Körper.