Sie verwenden einen veralteten Browser (Internet Explorer 6) mit Sicherheitsschwachstellen und können nicht alle Funktionen dieser Webseite nutzen. Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können
  • Naturlexikon

Eulenfalter (Noctuidae)

Achateule
Achateule
© Philip Goddard | Quelle | Lizenz

Achateule (Phlogophora meticulosa)

Die Achateule ist ein nachtaktiver Schmetterling. Sie ist Teil der Eulenfalter-Familie (Noctuidae). Von den Eulenfaltern gibt es hierzulande gut 500 Arten. Bemerkenswert an der Achateule ist gerade ihre Unauffälligkeit.

Nachahmung der Umgebung

Hat das Tier nämlich seine Flügel (Spannweite zwischen 4,5 und 5,5 Zentimetern) zusammengefaltet, ähnelt es einem vertrockneten, abgestorbenen Blatt. Die Achateule ahmt somit die sie umgebende Natur nach (Mimese). 

So sind die Flügel teils olivgrün, aber überwiegend braun. An den beiden Vorderflügeln sind quer verlaufende Bänder und gegenüberliegende, v-förmige Muster zu sehen. Die zwei hinteren Flügel sind farblich bzw. die Musterung betreffend weniger stark ausgeprägt.

Man muss also manchmal ein bisschen genauer hinschauen, wenn man den Schmetterling in seinem Lebensraum entdecken möchte. Dieser ist etwa in Feuchtgebieten und Laubmischwäldern, aber ebenso in städtischen Gebieten wie Gärten.

Wanderfalter mit zwei Generationen

Als Wanderfalter gelangt die Achateule im Frühjahr über die Alpen nach Mittel- und Nordeuropa. In Mitteleuropa pflanzt sie sich zwischen Juni und Juli fort. Es entstehen zwei Generationen, von denen die zweite zum Teil wieder in den Süden zurückkehrt. 

Die Raupe gibt es in einer grünen und einer braunen Variante. Sie ernährt sich polyphag, also mit einer relativ großen Nahrungsbreite. Dazu gehören vor allem krautige Pflanzen, z.B. Brennnesseln, Farne oder Weiden. Hier sind es insbesondere die Blätter, die die Tiere gerne anfressen. Manch Gärtner sieht die Achateule als Schädling für seine Zierpflanzen wie die Tulpen oder Chrysanthemen an. 

Baumwoll-Kapseleule
Baumwoll-Kapseleule
© Tony Morris (ajmatthehiddenhouse) | Quelle | Lizenz
Baumwoll-Kapseleule (Raupe)
Baumwoll-Kapseleule (Raupe)
© Donald Hobern (dhobern) | Quelle | Lizenz

Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera)

Eigentlich stammt sie aus den Tropen, doch durch den Klimawandel und eingeschleppte Pflanzen findet man sie mittlerweile auch hierzulande. Die Baumwoll-Kapseleule aus der Familie der Eulenfalter betrachtet man u.a. in verschiedenen Regionen Brasiliens als Schädling, der die Mais-, Soja- und Baumwollernte bedroht. 

Ein Irrgast

In Deutschland bezeichnet man sie als Wanderfalter bzw. Irrgast; es gab bisher nur vereinzelte Berichte über Schäden an Tomaten, Mais, Paprika und diversen Blumen. Diese Pflanzen sind zugleich die bevorzugte Nahrung der Raupen.

Die Falter findet man vor allem an Blüten, etwa denen des Schmetterlingsflieders oder von Ringelblumen. Bevorzugte Plätze des Schmetterlings sind Hänge und Böschungen mit ausreichend Sonneneinstrahlung, aber auch Ödland und Gärten.  

Äußerliche Kennzeichen

Die Spannweite der Flügel liegt zwischen 30 und 41 Millimetern. Man kann Weibchen und Männchen gut an der Grundfarbe unterscheiden: Man findet bei den Männchen eher ein blasses Gelb oder ein grünliches Grau vor; bei den Weibchen sind es vor allem Rot-Töne. 

Die Raupen reichen farblich von grünlich-grau bis zu bräunlich-rostrot. Vereinzelte Borsten ragen aus dem Körper. Längs finden sich helle Linien, die großen, schwarzen Punktwarzen zeichnen sie zusätzlich aus.

Hierzulande keine Überwinterung

Das Insekt fliegt in zwei Generationen, Mai und Juni sowie Juli bis Oktober. Hierzulande ist im Freien aufgrund der kalten Winter ein Überleben der Raupe bzw. des Falters (noch) nicht möglich. 

Braune Tageule (Flügeloberseite)
Braune Tageule (Flügeloberseite)
© xulescu_g | Quelle | Lizenz
Braune Tageule (Flügelunterseite)
Braune Tageule (Flügelunterseite)
© AfroBrazilian (Aleksandrs Balodis) | Quelle | Lizenz

Braune Tageule (Euclidia glyphica)

Bereits der Name dieses Eulenfalters beinhaltet zwei wichtige Charakteristika: Zum einen die typische (grau-)braune Flügelfarbe mit den dunklen Bändern und die Tatsache, dass das Insekt tagaktiv ist (was bei Eulenfaltern eher selten der Fall ist - die Raupen sind allerdings nachtaktiv). 

Fliegt der Falter los, nimmt man vor allem seine Hinterflügel wahr, die gelborange gefärbt sind. Die Flügelspannweite bewegt sich zwischen 2,5 und 3 cm.

Waldränder und Wiesen als Lebensraum


Man sichtet die Schmetterlinge vor allem an Waldrändern und trockenen bis feuchten Magerwiesen, so etwa im Naturschutzgebiet Ehrenbürg in Franken, das aus den zwei einzelnen Bergen Walberla (513,9 m hoch) und Rodenstein (531,7 m hoch) besteht.



Schmetterlingsblüten für die Raupen



Zu den Futterpflanzen der Raupen gehören Schmetterlingsblüten, z.B. Luzerne, Vogel-Wicke und Rotklee. Dort legen die Weibchen ihre hellgrün gefärbten Eier ab. 

Den Winter überstehen die Raupen, die etwa 40 cm lang werden und gelbbraun gefärbt sind, verpuppt am Boden. Die Flugzeit ist etwa von Mitte April bis Ende August (zwei Generationen).

Bergwald-Bodeneule
Bergwald-Bodeneule
© Dumi | Quelle | Lizenz


Bergwald-Bodeneule (Xestia speciosa)


Dieser Schmetterling ist auch als Heidelbeer-Moorheiden-Erdeule bekannt; er gehört zur Familie der Eulenfalter.

Flügelfarbe


Die Vorderflügel des nachtaktiven Schmetterlings können sehr unterschiedlich aussehen: Viele Grauschattierungen sind möglich, weiß umrandete, dunkle Punkte sind aber zumeist deutlich zu sehen. Die Hinterflügel sind durch eine grauweiße Färbung und einen (gespiegelten) Fleck in der Mitte gekennzeichnet. Auf farblich ähnlichem Untergrund, etwa Steine oder Holz, sind sie relativ gut getarnt. Die Flügel haben eine Spannweite zwischen ca. 38 und 50 Millimetern.



Aussehen und Nahrung der Raupen

Die Raupen findet man ab August; sie sind am Rücken rotbraun gefärbt, durchzogen von einigen gelben Strichen. Am Bauch sind sie grünlich. Die bevorzugte Nahrung stellen Pflanzen wie die Heidelbeere oder die schwarze Heckenkirsche dar. Es fliegt eine Generation zwischen Juni und August.

Lebensräume (in Bayern)


Man findet die Bergwald-Bodeneule vor allem in Misch- und Nadelwäldern und in Hochmooren. In Bayern sichtet man sie z.B. im ostbayerischen Böhmerwald und im Schwarzwald. Ihr Bestand in Deutschland ist aber sehr gering, der Schmetterling steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

 

Braunwurz-Mönch
Braunwurz-Mönch
© Dumi | Quelle | Lizenz
Braunwurz-Mönch-Raupen
Braunwurz-Mönch-Raupen
© Pjt56 | Quelle | Lizenz

Braunwurz-Mönch (Shargacuculla scrophulariar)

Dieser Schmetterling ist ein eher unscheinbarer Nachtfalter und gehört zur Familie der Eulenfalter und zur Unterfamilie der Mönchseulen (Cuculliinae). Man kennt ihn auch unter dem Namen Goldbrauner Wollkrautmönch.

Der erste Bestandteil des Names deutet bereits auf die Flügelfarbe hin: So sind die Vorder- und Hinterflügel ockerbraun, die Vorderflügel haben teils dunkelbraune Randmuster. Die Flügelspannweite liegt zwischen 37 und 43 Millimetern.

Typische Mönchskapuze

Gemeinsam mit den Mönchseulen hat das Insekt eine Art Kapuze an Kopf und Hals. Dieser Bereich besteht aus vielen entsprechend gewachsenen Haaren.


Die Raupe ist relativ auffällig: Sie hat eine weiße Grundfarbe und ist übersäht mit schwarzen Punkten, die zusätzlich an vielen Stellen gelbe Flecken haben. Sie hat verschiedene Braunwurz-Arten wie den Knotigen Braunwurz gerne und frisst hier die Knospen, Blüten und Früchte.

Auf der Vorwarnliste

Der Schmetterling, der zwischen April und Juni fliegt, kommt in Deutschland in mehreren Bundesländern vor, u.a. in Bayern. Er steht aber auf der Vorwarnliste der Roten Liste gefährdeter Arten. Zu entdecken ist er vor allem in Laub- und Mischwäldern, gerne auch an Waldrändern. In Bayern findet man ihn etwa im Bayerischen Wald.


Gemeine Graseule
Gemeine Graseule
© Ben Sale (Bennyboymothman) | Quelle | Lizenz

Gemeine Graseule / Ausrufungszeichen (Agrotis exclamationis)

Irgendwie muss man ja auf sich aufmerksam machen: Das relativ unscheinbare „Ausrufungszeichen“, u.a. auch als Gemeine Graseule bekannt, hat auf seinen Flügeln jeweils zwei Flecken, die einem Exklamationszeichen ähnlich sind. Es bildet sich aus dem länglichen Zapfenmakel und dem rundlichen Nierenmakel.



Flügelfarbe bei Männchen und Weibchen

Die Vorderflügel schwanken von der Grundfarbe her zwischen hellem Graubraun und Schwarzbraun. Oft ist es so, dass die weiblichen Exemplare eine dunklere Farbe haben als die Männchen. Jedoch sind beim Männchen die Hinterflügel überwiegend weiß (mit einer zum Ende hin hellbraunen Linie) und die der Weibchen überwiegend graubraun. Die Spannweite der Flügel reicht von etwa 35 bis 46 mm.


Nahrung und Lebensraum


Die Farbe der Raupe lässt sich als graubraun beschreiben; über den Rücken zieht sich eine helle Linie. Zudem ist sie schwarz gepunktet. Sie hat niedrig wachsende Pflanzen wie den Löwenzahn zum Fressen gern.

Der Schmetterling fliegt im Sommer; er ist relativ weit verbreitet, auch in Gärten. In Bayern ist er daneben etwa im Bayerischen Wald oder im Isarmündungsgebiet anzutreffen.


Buchenstreckfuß
Buchenstreckfuß
© Kurt Kulac | Quelle | Lizenz
Buchenstreckfuß-Raupe
Buchenstreckfuß-Raupe
© P ev | Quelle | Lizenz

Buchenstreckfuß (Calliteara pudibunda)

Sehr behaarte und langgestreckte Vorderbeine sind sein Kennzeichen: Der Buchenstreckfuß ist ein graubrauner Nachtfalter und gehört zur Familie der Eulenfalter (Unterfamilie ist die der Trägerspinner). Andere Namen für das Insekt sind Buchenrotschwanz, Streckfuß oder Rotschwanz. Die Spannweite der Flügel bewegt sich zwischen 37 und 67 Millimetern.

Unterscheidung Männchen vs. Weibchen
Die Weibchen sind meist größer als die Männchen und haben eine hellere Grundfärbung. Bei beiden Geschlechtern sind aber zumeist die dunklen Zackenmuster auf den Vorderflügeln gut sichtbar. 



Auffällige Raupen
Die Raupen erreichen eine Größe von bis zu 50 Millimetern; sie sind zwischen Juli und Oktober zu sichten; der Falter flattert in einer Generation zwischen Mai und Juni. Die Raupen sind stark behaart, teils wirken die Haarbüschel wie dichte Pinsel. Eine zunächst weißlich oder intensiv gelbgrüne Farbe, die im Laufe der Zeit dunkler wird, ist ein weiteres Merkmal. Am Hinterleib haben die Raupen ein rotes Haarbüschel. Dieses führte auch zu dem Namen (Buchen-)Rotschwanz.
 Gerne fressen die Raupen an den Blättern diverser Laub- und Straucharten, etwa der Rotbuche, der Hängebirke oder auch des Apfelbaums. 



Weit verbreitet

Der Schmetterling gilt nicht als gefährdet. Man findet ihn nicht nur in Laubwäldern, sondern auch in Parks oder dem eigenen Garten. So kann man mit einem insektenfreundlichen Garten dabei mithelfen, dass dieser Schmetterling auch weiterhin zahlreich existiert.