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  • Naturlexikon

Hausrind (Bos primigenius taurus)

Gefleckte Kuh in der Abendsonne
Gefleckte Kuh in der Abendsonne
© Paul Friel | Quelle | Lizenz

Beim Hausrind handelt es sich um eine domestizierte Art des vom Menschen ausgerotteten Auerochsen, deren Zähmung vor etwa 11000 Jahren erfolgte. Die Haltung brachte dem Menschen Fleisch und Milch. Auch wurde die enorme Zugkraft der Tiere in der Landwirtschaft eingesetzt, z.B. zum Pflügen des Ackers, wofür meist kastrierte Rinder, die heute als Ochsen bezeichnet werden, zum Einsatz kamen.
Durch Zähmung und Züchtung veränderte sich das Aussehen des Auerochsen stark. Da nur die umgänglichsten und ertragreichsten Rinder sich weiter vermehren durften, wurde ihr Körper länger und massiger, die Beine kürzer und die Euter der Kühe groß und haarlos. Der kräftige Rücken begradigte sich und wurde niedriger. Schnauze und Stirn verkürzten sich. Und bei den heutigen Hochleistungsrindern verkümmerten gar die Hörner.
In Bayern gibt es heute über drei Millionen Rinder, davon mehr als eine Million Milchkühe, wovon das sogenannte Fleck- und Braunvieh den größten Anteil ausmacht.
Das geschlechtsreife männliche Hausrind heißt Stier oder Bulle und wiegt bis zu 1200 kg, eine Kuh dagegen nur bis zu 800 kg.
Rinder sind Wiederkäuer und beim Fressen durchläuft die ausschließlich pflanzliche Nahrung vier Mägen. Ein Rind macht beim Fressen und Wiederkäuen pro Tag 30.000 Kaubewegungen, wobei bis zu 150 Liter Speichel entstehen. An heißen Tagen nimmt ein Rind bis zu 180 Liter Wasser zu sich, manchmal bis zu 25 Liter in einer Minute.   
Eine Hochleistungskuh gibt unter günstigen Ernährungs- und Haltungsbedingungen innerhalb eines Jahres weit über 10.000 Liter Milch.
Die natürliche Lebenserwartung eines Rinds beträgt an die 20 Jahre.