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  • Naturlexikon

Haubennetzspinnen (Theridiidae)

Rotgestreifte Kugelspinne
Rotgestreifte Kugelspinne
© Martin Cooper Ipswich | Quelle | Lizenz

Der Familie der Haubennetzspinnen oder Kugelspinnen gehören weltweit über 2000 Arten in fast 100 Gattungen an. Unter anderem gehören ihnen auch die Echten Witwen an, wobei bei ihnen nur in seltenen Ausnahmen zur Verspeisung der Männchen durch die Weibchen kommt. Die Mehrheit der kleinen bis mittelgroßen Haubennetzspinnen gilt als sozial strukturiert.  

Namensgebend sind die unregelmäßig labyrinthisch gebauten, fast unsichtbaren Netze, die wie Hauben größere Flächen überspannen und an feste Gegenstände zum besseren Halt angedockt sind, und weiterhin die kugeligen Hinterleiber, die schwarz oder braun glänzen, aber auch bunt erscheinen können. Weiterhin besitzen sie dünne, spitz zulaufende Beine und an den Füßen des hintersten Beinpaares Auswüchse, mit denen die Fesselung von im Netz an Leimfäden klebenden Insekten vollführt wird. Erst danach erfolgt bei dem sich noch bewegenden Insekten die Verabreichung von Gift und die Ablage im Netz etwa 5 cm über dem Boden. Nach dem mehrtägigen Mahl wird die ausgesaugte Beute aus dem Netz auf die Erde geschmissen. 

Haubennetzspinnen leben hauptsächlich nachtaktiv zwischen Pflanzen und in Erdhöhlen.

Die Weibchen sind ungleich größer als die Männchen und lassen diese nur zur Paarungszeit in ihren Netzen wohnen. Auch die Jungtiere verbringen nur die erste Zeit im Netz und werden zunächst mit einem Brei, den die Mutterspinne hervorwürgt, gefüttert, danach noch einige Wochen mit gefangenen Insekten.