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  • Naturlexikon

Hufeisennasen

Hufeisennase
Kleine Hufeisennase
© Alexandre Roux | Quelle | Lizenz

Die Hufeisennasen bilden eine eigene Familie (Rhinolophus) und sind in Deutschland vom Aussterben bedroht.

Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum)

Die Große Hufeisennase erreicht eine Körpergröße von bis zu 7 cm, kann bis zu 32 g schwer werden und eine Flügelspannweite von bis
40 cm aufweisen.  
Der Rücken erscheint graubraun mit rötlichem Stich, während die Bauchseite in weißgrau gehalten ist.
Als Sommerquartiere kommen für die Großen Hufeisennasen Dachböden, Höhlen oder Ruinen in Frage, die in der Nähe von Gewässern liegen. Als Winterquartiere werden Höhlen oder Stollen aufgesucht, die nicht weiter als 50 km entfernt von den Sommerquartieren angesiedelt sind.
Die Paarung kann sowohl im Herbst als auch im Frühjahr stattfinden, wobei ein Männchen sich mit mehreren Weibchen aus derselben Familie vereinigt. Geboren werden die Jungtiere im Juli nach einer Tragzeit von ungefähr
75 Tagen. Nach ca. 1 Monat erlernen sie das Fliegen, sind nach 2 Monaten komplett eigenständig und nach 2 Jahren geschlechtsreif.  
Sie ernähren sich vorwiegend von Käfern und Nachtfaltern und können diese auf bis zu 300 m  per Ultraschall genau orten.
In Bayern kommen sie ausschließlich in der Oberpfalz und auch dort nur an einem Ort vor.
Das Höchstalter beträgt 30 Jahre.

Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros)

Die Kleine Hufeisennase kann eine Körpergröße von 4 cm, ein Gewicht von bis zu 9 g und eine Flügelspannweite von 25 cm erreichen. Bis auf ihre Größe ähnelt sie in allen körperlichen Merkmalen und dem Paarungsverhalten der Großen Hufeisennase.
Sie bevorzugt als Sommerquartiere Baumhöhlen, tunnelartige Gewölbe, Dachböden und Keller, und als Winterquartiere Höhlen, wo sie frei hängen können.
Die Jagd auf Kleininsekten erfolgt meist im Rüttelflug über halbfreiem Gelände.
Das Durchschnittsalter beträgt 7 Jahre.